
Glas und Kellerkühle
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Wie schmeckt Bier aus Limburg? Brand Pilsener und Alfa Edel Pils zeigen vor allem frisches Getreide, Brotkruste und einen sauberen, hopfigen Hauch. Das Pils der Gulpener ist ähnlich, mit etwas mehr Rundung, weil der Anteil regionaler Bio-Gerste das Malz betont.
Beim Mestreechs Aajt von Gulpener sieht es anders aus. Das Bier ist braun, mit leichter Restsüße, einem Hauch Röstung und einer milden Säure im Abgang. Es hat nur 3,5 Prozent und passt eher in den Sommer als in den Winter.
Die Gerardus-Reihe des Gulpener-Hauses steht für dunkle Frucht und Gewürz, und der Geschmack ist deutlich runder als der eines Pils, weil mehr Restsüße im Glas bleibt. Die Dubbel erinnert an Backpflaume und Karamell, die Tripel an Honig und reife Birne. Bei beiden kommt Alkohol als Wärme im Abgang, aber ohne scharfe Kante.
Das Glas entscheidet mit: Pils im schlanken Stangenglas oder im Tulpenglas, Witbier im weiten Becher, die starken Biere im Kelch oder im Tulpenglas, das das Aroma sammelt. Als Faustregel gilt, Pils kalt bei 6 bis 8 Grad, Dubbel und Tripel etwas wärmer, damit die Aromen sich öffnen.
Wie schenkt man Bier richtig ein? Man hält das Glas schräg und gießt langsam, bis das Glas zur Hälfte voll ist, und richtet es dann auf. So entsteht eine feste Schaumkrone. Bei Witbier und Tripel bleibt am Flaschenboden Hefe, die man vorsichtig in das letzte Drittel mischen darf, wenn man den vollen Geschmack mag.