
Knödel und Wirtshaus
Essen & Bierkultur
In einem Innviertler Wirtshaus steht zum Bier fast immer der Knödel auf dem Tisch. Der Innviertler Knödel ist ein Bratknödel, dessen Teig aus Mehl, Wasser, Pflanzenöl und Salz besteht und der mit Hackfleisch, Zwiebel, Knoblauch, Paprika und Kräutern gefüllt wird. Er soll nicht größer als etwa fünf Zentimeter sein, damit man ihn in einem Bissen essen kann.
Rund um Braunau wurde früher auch Brotteig verwendet, in Ried und Schärding setzte sich der Mehlteig durch. So hat jede Stadt ihre Version, und jeder Wirt schwört auf die eigene. Das Bier dazu bringt Kohlensäure und Malzsüße mit und löst den Fettfilm, den der Bratknödel hinterlässt.
Auch Fleisch und Bier gehören zusammen. Das Innviertler Bierfleisch trägt das Bier schon im Namen: Beim Schmoren geben Malz und Hopfen der Sauce Tiefe. Schweinsbraten mit Knödel und Kraut passt ebenso, weil das Märzen mit seiner Malznote die Röstaromen aufgreift.
Die Wirte sind im Innviertel Teil der Bierkultur. Die Bierregion Innviertel führt 28 Wirtshäuser, in denen die Biere der heimischen Brauereien ausgeschenkt werden. Im März lädt sie zum Biermärz mit Aktionen, bei denen Brauereien und Gasthäuser zusammenarbeiten.
Dazu gehört ein Besuch beim Raschhofer in Altheim, wo der Innviertler Brauturm einen Balkon mit Blick auf die Landschaft hat. Dort wird deutlich, warum die Region ihre Brauereien so offen zeigt: Hier ist Bier Alltag, nicht Sonderfall. Das gilt vom Krügerl am Stammtisch bis zum Brauereibesuch am Wochenende, den Wirte und Tourismusverband gern empfehlen.