
Zwickl, Bock, Stein
Bierstile
Was ist ein Zwickl? Ein Zwickl ist ein untergäriges, ungefiltertes Bier, das naturtrüb im Glas steht. Hofstetten nennt es als Klassiker seiner rund zwanzig Biersorten. Im Geschmack ist es weich, leicht brotig und hat eine milde, würzige Bittere von Mühlviertler Hopfen.
Wie unterscheidet sich ein Zwickl von einem Helles oder Pils? Es ist nicht gefiltert und enthält noch Hefe, deshalb ist es trüb und etwas voller. Ein Pils wird hell, klar und deutlich bitterer gebraut, ein Zwickl bleibt rund und weich.
Das berühmteste Bier der Gegend ist der Granitbock aus Hofstetten. Ein Bock ist ein starkes, untergäriges Bier mit hoher Stammwürze. Der Granitbock bekommt seinen Karamell- und Röstton von den heißen Steinen und wurde bei der Austrian Beer Challenge als Landessieger bei den untergärigen Bockbieren ausgezeichnet.
In Deutschland darf ein Bier nur dann Bock heißen, wenn die Stammwürze mindestens 16 Prozent beträgt. Stammwürze bezeichnet den gelösten Zucker in der Würze vor der Gärung. Je mehr Zucker, desto mehr Alkohol kann die Hefe später daraus machen.
Daneben gibt es das Steinbier und in Hofstetten sogar Eisbock und Sauerbiere. Wer vom Zwickl auf den Bock umsteigt, merkt: Der Bock ist dunkler, süßer und wärmer, das Zwickl frischer und leichter. Beide kommen aus derselben Hefe- und Kältekultur.
Der Steckbrief nennt Richtwerte für einen dunklen Bock aus einem internationalen Wettbewerbsleitfaden. Einzelne Biere können davon abweichen, die genauen Werte stehen auf dem Etikett der jeweiligen Brauerei.
Dunkler Bockuntergärig
- Stammwürze
- 15,7–17,5 °P
- Alkohol
- 6,3–7,2 % vol
- Bittere
- 20–27 IBU
- Farbe
- 28–43 EBC
Kupfer bis dunkelbraun, Karamell und Röstbrot, wärmend, wenig Hopfenbittere.