
Pils, Märzen, Zwickl
Bierstile
Was ist Salzburger Bier? Von Maxglan bis Obertrum am See sind es im Kern zwei untergärige Stile: das Pils und das Märzen. Dazu kommt das Zwickl, ein naturtrübes, unfiltriertes Kellerbier, das direkt aus dem Lagerkeller kommt.
Das Trumer Pils hat nach Angaben der Brauerei 4,9 % vol. Es ist hell, schlank und trocken, mit feiner Hopfenwürze und einem Schaum, der lange hält. Ein deutsches Pils hat dieselbe Richtung, bleibt aber meist etwas bitterer.
Das Märzen heißt so, weil man es früher im März einbraute und im Keller bis in den Sommer lagerte. Es ist kräftiger als ein Pils, malzbetont und rund. Die Märzenbiere im Bräustübl Mülln sind nach Angaben des Hauses eher mild gehopft und werden aus dem Holzfass gezapft.
Was ist der Unterschied zwischen Pils und Märzen? Ein Pils ist heller, trockener und bitterer. Ein Märzen hat mehr Stammwürze, also mehr gelöste Stoffe aus dem Malz vor der Gärung, und schmeckt deshalb voller und süßer.
Das Zwickl hat seinen Namen vom Zwickelhahn, mit dem man früher Proben aus dem Lagerfass zog. Es ist ungefiltert, enthält noch Hefe und ist deshalb trüb. Es schmeckt hefig, frisch und etwas weicher als ein blankes Bier. Wer in Salzburg Zwickl bestellt, bekommt es oft frisch aus dem Keller, und wer es mit Pils vergleicht, schmeckt sofort mehr Körper und weniger Schärfe in der Bittere. Beide Stile gehören zu den Lagerbieren, aber das Zwickl zeigt, wie ein Pils schmeckt, ehe man es filtert.
Pilsuntergärig
- Stammwürze
- 11–12,4 °P
- Alkohol
- 4,4–5,2 % vol
- Bittere
- 22–40 IBU
- Farbe
- 4–8 EBC
Hellgolden, blank, trockene Hopfenbittere, feiner Schaum.