
Märzen, Pils, Dunkel
Bierstile
Was ist ein Märzen? Märzen ist ein kräftigeres Lagerbier, das man ursprünglich im März für den Sommer einbraute. Gösser Märzen ist das bekannteste Beispiel der Steiermark und gilt als mildes, leicht gewürztes Lagerbier. Die Steirer trinken es als Alltagsbier, nicht als Festtagsbier.
Wie unterscheidet sich das österreichische vom bayerischen Märzen? In Bayern denkt man an ein bernsteinfarbenes, malzbetontes Bier. In Österreich ist es meist goldgelb und eher ein Vollbier, also ein Bier mit normaler Stammwürze. Der Steckbrief unten zeigt die Spanne des klassischen Wettbewerbsstils, einzelne Biere liegen darunter. Ein Alltagsmärzen kann dem Bier im Glas deutlich leichter erscheinen als die Zahlen vermuten lassen.
Das zweite Leitbier ist das Pils. Hirter Privat Pils, nach Angaben der Brauerei mit 12,3 Grad Stammwürze und 5,2 Volumenprozent Alkohol, ist hell, klar und merklich bitterer als ein Märzen. Es hat einen trockenen, hopfigen Abgang.
Dunkle Lagerbiere gibt es auch. Die Hirter Morchl ist ein dunkles Lagerbier mit Röst- und Karamellnoten, die vom dunklen Malz kommen. Sie wirkt wärmer und runder als das Pils, ist aber kein schweres Bier.
Der Unterschied zwischen Pils und Märzen fällt am deutlichsten im Abgang auf. Das Pils endet kurz und herb, das Märzen weich und leicht süßlich. Wer beides nebeneinander probiert, versteht Bittere und Malzkörper in einer Minute. Das gilt auch für das Zwickl, das beide Eigenschaften mit einer weichen, hefigen Note verbindet.
Märzenuntergärig
- Stammwürze
- 13,3–14,7 °P
- Alkohol
- 5,6–6,3 % vol
- Bittere
- 18–24 IBU
- Farbe
- 16–33 EBC
Malzig, mild gehopft, rund; in Österreich oft heller und leichter.