
Quellen im Gebirge
Wasser & Boden
Die Hirter Brauerei braut mit eigenem Quellwasser, und davon hat sie reichlich: Nach Angaben der Brauerei liegen 24 Quellen in ihrem Besitz. Das ist selten, denn die meisten Brauereien beziehen ihr Wasser heute aus dem Netz oder aus Brunnen.
Wie hart ist das Hirter Wasser? Die Brauerei nennt fünf bis sieben Grad deutscher Härte. Das ist weiches bis mittelhartes Wasser. Die Härte sagt, wie viel Kalk und Magnesium im Wasser stecken, und sie entscheidet mit, wie weich oder kantig ein Bier am Ende schmeckt.
Weiches Wasser kommt hellen Bieren entgegen. Es macht die Bittere des Hopfens sauber und schlank, ohne dass sie hart nachbrennt. Deshalb passt es zu einem Pils, wie es die Brauerei in Hirt unter dem Namen Privat Pils füllt.
Die Landschaft dahinter ist alpin. In Kärnten liegt Hirt im Gurktal, die Obersteiermark um Murau und Leoben gehört zum Murtal, das ein Fluss und Berge formen. Kalte, klare Quellen sind in diesem Gelände keine Besonderheit, sondern Alltag. Im Winter frieren die oberen Täler zu, im Sommer bleibt das Quellwasser kühl, und genau diese gleichmäßige Kälte schätzt ein Brauer.
Im Gebirge bleibt es auch im Sommer in tiefen Kellern kühl, das hilft einem Lagerbier beim ruhigen Reifen. Ein Wasserwert allein erklärt kein Bier. Fast jede Brauerei bereitet ihr Wasser heute auf und stellt es für den Sud passend ein, sodass der Stil mehr von der Rezeptur als vom Brunnen kommt.