
Knödel & Bierbad
Essen & Bierkultur
Was isst man zu einem Bier aus Tirol? Ein Kaspressknödel in der Brühe ist ein Klassiker, ebenso das Tiroler Gröstl aus gebratenen Kartoffeln mit Speck und Spiegelei. Die Röstaromen und der Speck verlangen nach einem Bier mit Malzkörper und wenig Bittere, wie es ein Märzen oder Spezialbier bietet.
In Vorarlberg kommen Käsknöpfle auf den Tisch, kleine Spätzle mit Bergkäse und Röstzwiebeln, dazu ein Salat. Auch Riebel, ein Gericht aus geröstetem Maisgrieß, gehört in die Region. Das Bier schneidet durch den Käse, die Kohlensäure erfrischt, und der Malzcharakter trifft die Röstzwiebeln.
Zell am Ziller feiert jedes Jahr am ersten Wochenende im Mai das Gauderfest. Es hat seinen Namen vom Gauderlehen, dem Hof der Brauerei, und gilt nach Angaben von Zillertal Bier mit über 30.000 Besuchern als größtes Frühlings- und Trachtenfest Österreichs. Das Festbier wird dort nach alter Gewohnheit aus dem Fass ausgeschenkt.
In Dornbirn zeigt die Mohren Biererlebniswelt, wie Bier entsteht. Auf Schloss Starkenberg führt ein rund 700 Meter langer Weg durch 18 Räume, vom Panoramaraum über das Sudhaus mit Kupferkesseln bis zum Eiskeller aus dem 16. Jahrhundert.
Und das Bierbad? Es besteht aus drei Becken, gefüllt mit einer Mischung aus rund 12.000 Litern Wasser und 300 Litern Bierrückständen. Es ist ein Wellness-Angebot, kein Getränk, und es gehört zum Programm der Biererlebniswelt. Wer es nur zum Probieren besucht, muss kein Bier trinken.