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Bierstile in der Region Tirol & Vorarlberg

Helles & Märzen

Bierstile

Was ist ein Märzen? Es ist ein kräftigeres, untergäriges Lagerbier mit dem Namen des Monats, in dem man es früher einbraute. Die bayerische Brauordnung von 1553 erlaubte das Brauen nur zwischen Michaeli am 29. September und Georgi am 23. April. Im März braute man deshalb das Bier für den Sommer, stärker und besser haltbar.

Ein Märzen schmeckt malzig, rund und leicht nach Brotkruste, die Farbe reicht von Goldgelb bis Kupfer, die Stammwürze liegt nach der Stilnorm bei 13,3 bis 14,7 Grad Plato. Das Helle daneben ist leichter: golden, mild, mit 11 bis 11,9 Grad Stammwürze und 4,7 bis 5,4 Prozent Alkohol. In Westösterreich sind beide Stile bei den Familienbrauereien zu Hause.

Einen eigenen Weg gehen die Spezialbiere. Das Fohrenburger Jubiläum liegt mit 12,8 Grad Stammwürze zwischen Hellem und Märzen und wurde 2025 mit dem European Beer Star in Gold ausgezeichnet. Wie genau jede Brauerei ihr Helles und ihr Spezialbier abgrenzt, ist Hausrezept und keine Norm.

Der Unterschied zwischen Hellem und Märzen liegt also vor allem in Stärke und Malzcharakter. Das Helle will leicht trinkbar sein, das Märzen füllt den Mund. Beide sind untergärig, beide vergären kühl und reifen im Lagerkeller. Das unterscheidet sie von obergärigen Bieren wie Weißbier.

Zahlen aus dem Steckbrief sind Wettbewerbskorridore nach dem US-Leitfaden BJCP, keine Rezeptpflicht. Das einzelne Bier einer Brauerei kann ein Stück daneben liegen. Verlässlich ist nur, was auf dem Etikett oder bei der Brauerei steht.

Der SteckbriefBierstil antippen

Hellesuntergärig

Stammwürze
11–11,9 °P
Alkohol
4,7–5,4 % vol
Bittere
16–22 IBU
Farbe
6–10 EBC

Strohgelb bis golden, mild, weiches Malz, wenig Bittere, sauberer Abgang.

Dazu im Lexikon

Pils und HellesLager und Ale im Vergleich
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Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft