
Silvretta & Eiskeller
Wasser & Boden
Woher kommt das Wasser für das Fohrenburger Bier? Nach Angaben der Brauerei aus dem Silvretta-Arlberg-Massiv, jenem Gebirgsstock hinter Bludenz, der überwiegend aus hartem Urgestein besteht. Wasser, das durch solche Felsen sickert, bleibt vergleichsweise arm an Mineralstoffen und schmeckt entsprechend weich und klar.
Das Brauwasser entscheidet heute allerdings nicht mehr allein über den Stil. Nahezu alle Brauereien bereiten es auf, sie enthärten es oder geben gezielt Salze zu. Die Herkunft bleibt trotzdem ein Werbeargument, und das aus gutem Grund: Im Gebirge ist sauberes Quellwasser nichts Besonderes, sondern der Normalfall.
Die Brauerei Schloss Starkenberg betont ihre Quelle besonders. Sie arbeitet nach eigener Angabe mit reinem Wasser aus einer eigenen Quelle. Auch in Bludenz war Wasser schon vor dem Bier ein Geschäft: Das 1880 erworbene Gasthaus Fohrenburg gehörte zur Heilquelle Bad Fohrenburg in Hinterplärsch.
Wie bewahrte man Bier im Sommer kühl, bevor es Kältemaschinen gab? Mit einem Eiskeller. Im Winter füllte man ihn mit Eis, und er hielt die Kälte bis in den Sommer. Im Schloss Starkenberg ist ein solcher Eiskeller aus dem 16. Jahrhundert erhalten und bei Führungen zu sehen.
Zwischen Dornbirn im Rheintal, Bludenz am Arlberg und Zell im Zillertal liegen enge Täler und steile Hänge. Gebraut wurde dort, wo Wasser, Kühle und Wirtshaus zusammenkamen. Das erklärt, warum viele Betriebe an Orten stehen, die man ohne ihr Bier kaum kennen würde.