
Märzen, Pils, Roggen
Bierstile
Was trinkt man im Waldviertel? Vor allem helles Lagerbier. Das Märzen ist in Österreich der Klassiker, goldgelb bis hellbernsteinfarben, mit Malzsüße und mildem Hopfen. Der Name erinnert daran, dass es früher im März für den Sommer eingebraut wurde.
Das Pils ist die herbere Schwester. Es ist heller, trockener und deutlich bitterer, und der Hopfen steht im Vordergrund. Wer Märzen und Pils nebeneinander probiert, schmeckt den Unterschied sofort: Süße gegen Schärfe.
Dazu kommt die Besonderheit der Region. Das Roggenbier aus Schrems ist obergärig und naturtrüb, mit Roggenwürze und leicht herber Frucht. Einen eigenen Standard gibt es dafür nicht, es gilt als Spezialität eines Betriebs.
Der Zwickl ist ein weiterer Ausdruck, der oft auf Speisekarten steht. Gemeint ist ein naturtrübes, unfiltriertes Bier, meist ein untergäriges Lager. Es ist das Bier, wie es aus dem Kellertank kommt, nur mit etwas mehr Hefe im Glas.
Die Zahlen unten zeigen die Spannen der Wettbewerbsrichtlinie BJCP 2021. Sie sind Orientierung und keine Vorschrift; einzelne Biere liegen darüber oder darunter, und die genauen Werte stehen auf dem Etikett.
In Weitra sind es vor allem die Biobiere der Bierwerkstatt, die den Namen des Stadtgründers tragen. Für Einsteiger lohnt es sich, ein Märzen von Zwettl neben das Roggenbier aus Schrems zu stellen: derselbe Landstrich, aber ein ganz anderer Charakter in Farbe, Hefe und Würze. Auch das Glas verändert den Eindruck: Im Seidel wirkt das Märzen kräftig, in einer schlanken Tulpe tritt beim Roggenbier die Würze hervor.
Märzenuntergärig
- Stammwürze
- 13,3–14,7 °P
- Alkohol
- 5,6–6,3 % vol
- Bittere
- 18–24 IBU
- Farbe
- 16–33 EBC
Bernstein bis Gold, Malzsüße, mildes Hopfenaroma, weicher Abgang.