
Granit und Quellen
Wasser & Boden
Das Waldviertel ruht auf einem mächtigen Granitsockel, dem Rand des Böhmischen Massivs. Granit enthält kaum Kalk, und deshalb ist das Quellwasser hier von Natur aus weich. Für Brauer ist das ein Geschenk des Untergrunds.
Warum ist weiches Wasser fürs Bier wichtig? Gelöste Salze, vor allem Karbonate, entscheiden darüber, wie hart das Bier im Mund wirkt und wie der Hopfen schmeckt. Mineralarmes Wasser lässt helle Biere sauber und eher mild erscheinen, die Bittere wirkt feiner und weniger kratzig.
Die Privatbrauerei Zwettl nutzt nach eigenen Angaben Wasser aus eigenen Quellen. Weiches, klares Brauwasser nennt sie neben Hopfen und Braugerste als eine der drei Säulen ihrer Biere. Für Zwettler Original soll alles aus dem Waldviertel stammen.
Der Boden prägt auch, was auf den Feldern wächst. Das Klima ist rau, die Winter sind lang, und die Böden sind sandig und karg. Gerste und Roggen kommen damit zurecht, Mais oder Weinreben weniger.
Ganz so einfach wirkt Wasser heute nicht mehr. Viele Brauereien bereiten ihr Wasser auf, um es gezielt einzustellen. In den Waldviertler Betrieben bleibt es dennoch ein Ausgangspunkt, den man nicht erst weich machen muss.
Dazu kommt das Klima. Das Hochland ist rau, die Sommer sind mild, die Nächte oft kühl. Im Keller und im Lagertank hält sich die Kälte leichter als in der Ebene, und das tut der langen, ruhigen Reifung der untergärigen Biere gut.