
Das Lager
Bierstile
Das Lager ist der Stil des Nordens. Es ist untergärig, hell und kalt gereift. Das Super Bock Original hat nach Angaben der Carlsberg Group 5,2 Prozent Alkohol, was für ein helles Lager im oberen Bereich liegt.
Der Wettbewerbsleitfaden BJCP fasst Biere dieser Art als International Pale Lager zusammen. Gemeint ist ein helles, schlankes Bier mit niedriger bis mittlerer Bittere und milder Malzsüße. Er ist weltweit verbreitet, von Mexiko bis Japan.
Wie unterscheidet sich das Lager von einem deutschen Pils? Ein Pils ist deutlich bitterer, mit 22 bis 40 IBU gegenüber 18 bis 25, und der Hopfen steht im Vordergrund. Ein Lager dieser Art ist weicher und weniger herb.
Vom Münchner Hellen unterscheidet es sich durch die Malznote. Das Helle ist runder und brotiger, mit weniger Hopfen und etwas weniger Alkohol, meist zwischen 4,7 und 5,4 Prozent. Beide sind helle Lagerbiere, aber mit anderem Schwerpunkt.
Wichtig ist auch, was kein Stil ist: Fino und Imperial bezeichnen nur die Größe eines Glases, nicht ein Bier. Wer im Norden Portugals ein Fino bestellt, bekommt ein kleines Glas Lager vom Fass.
Daneben gibt es dunkle Biere und, seit einigen Jahren, Craftbiere von IPA bis Stout. Sie sind in den Bars von Porto zu finden, bleiben aber die Ausnahme neben dem hellen Lager. Als Faustregel für Einsteiger gilt: Je kälter und leichter, desto eher ist es ein Lager.
Internationales helles Lageruntergärig
- Stammwürze
- 10,5–12,4 °P
- Alkohol
- 4,5–6 % vol
- Bittere
- 18–25 IBU
- Farbe
- 4–12 EBC
Strohgelb, schlank, milde Bittere, leichte Süße, sehr kalt am besten.