
Lager & Helles
Bierstile
Was ist ein Lagerbier? Ein untergäriges Bier, das nach der Gärung kalt gelagert wird. In der Schweiz bezeichnet „Lager“ meist ein helles, mildes Bier ohne starke Hopfennote, wie es das Feldschlösschen Original verkörpert. Mit dem Namen verbinden Schweizer ein goldgelbes Bier, das gut trinkbar und leicht süßlich ist.
Als internationaler Stil heißt es helles Lager. Die Stilregeln der Verkoster (BJCP) fassen es mit 4,5 bis 6 Prozent Alkohol und 18 bis 25 Bittereinheiten. Typisch sind ein heller Körper, wenig Hopfen, kaum Frucht und ein sauberer, trockener Abgang.
Wie unterscheidet sich Helles von Pils? Ein Münchner Helles ist weniger bitter und malziger. Es hat nur 16 bis 22 Bittereinheiten und 4,7 bis 5,4 Prozent Alkohol. Pils ist deutlich herber. Ein Schweizer Lager liegt oft dazwischen, ist aber weniger an eine feste Norm gebunden, weil es keine Schweizer Stilnorm für das Lager gibt.
Den Namen „Basler Bier“ als Stil gibt es nicht. Die Brauereien am Rhein, ob Feldschlösschen in Rheinfelden oder die Fischerstube in Basel, brauen die gleichen Stile wie überall in Mitteleuropa: Lager, Helles, Weizenbier, Spezialbiere und seit einigen Jahren Craft-Biere.
Craft heißt: In kleinen Mengen, mit Hopfen aus den USA oder Neuseeland, oft mit Hefen aus der obergärigen Familie. Solche Biere füllen in Basel die Regale kleiner Läden, sie machen den kleineren Teil des Marktes aus. Das Alltagsbier der Region bleibt das helle Lager.
Helles Lager (international)untergärig
- Stammwürze
- 10,5–12,4 °P
- Alkohol
- 4,5–6 % vol
- Bittere
- 18–25 IBU
- Farbe
- 4–12 EBC
Hellgolden, leicht malzig, wenig Hopfen, sauberer trockener Abgang.