
Stange am Rhein
Verkosten
Wie schmeckt Schweizer Lager? Goldgelb, mit einem festen weißen Schaum, mildem Brotduft und wenig Hopfen. Im Mund wirkt es weich und leicht süßlich, der Abgang ist kurz und trocken. Das Feldschlösschen Original steht für diesen Typ. Es ist das Bier, das viele in der Schweiz als Maßstab ansehen, wenn sie ein einfaches Lager beschreiben wollen.
Als Kontrast eignen sich kleine Basler Brauereien. Das Ueli Bier der Fischerstube kommt aus einer Brauerei, die in der Stadt Hausbrauerei und Wirtschaft verbindet. Unser Bier ist ebenfalls eine kleine Basler Brauerei. Wer ein Industrielager und ein Kleinbrauerei-Bier nebeneinander probiert, merkt den Unterschied.
Ausgeschenkt wird in der Schweiz die Stange. Das ist ein schlankes, zylindrisches Glas, das meist drei Deziliter fasst, also 0,3 Liter. Es hält das Bier kühl, bis das Glas leer ist, und der Schaum bleibt dabei lange stehen. Für kräftigere Biere nimmt man in kleinen Brauereien auch Tulpengläser oder Becher.
Die Temperatur liegt bei sechs bis acht Grad Celsius. Ist es kälter, schmeckt das Bier nach wenig, ist es wärmer, wirkt es schnell plump und schwer. Gezapft wird mit schrägem Glas, das sich zum Ende aufrichtet. Ein gutes Lager hat einen Schaum von etwa zwei Fingern, der cremig bleibt.
Beim Verkosten achtet man zuerst auf die Farbe, dann auf den Duft von Malz und Hopfen. Danach trinkt man einen kleinen Schluck und lässt ihn einen Moment im Mund kreisen, bevor man schluckt. Eine Prise Bitterkeit im Abgang ist normal. Wasser dazwischen hilft, die Biere sauber zu vergleichen.