
Tapas und Caña
Essen & Bierkultur
Was isst man in Barcelona zum Bier? Tapas. Zur Caña gehört in Katalonien Pa amb tomàquet, geröstetes Brot, das mit reifer Tomate eingerieben und mit Olivenöl und Salz beträufelt wird. Dazu kommen Fuet, eine dünne, luftgetrocknete Wurst, und Käse oder Schinken.
In der Barceloneta, dem alten Fischerviertel am Hafen, bestellt man Bombas. Das sind frittierte Kugeln aus Kartoffelpüree, gefüllt mit Hackfleisch und mit scharfer Soße. Die Kruste knuspert, und das kalte Lager schneidet das Fett im Mund weg. Das gilt auch für Croquetas und gebratene Sardinen.
Zu den klassischen Gerichten der Region gehören Escalivada, im Ofen geröstetes Gemüse aus Aubergine, Paprika und Zwiebel, und Botifarra, eine katalanische Bratwurst, die gern mit weißen Bohnen auf den Teller kommt. Das Bier spült den Rauch und das Fett ab, und der leichte Körper des Lagers übertönt nichts davon.
Im Winter und Frühjahr ist Calçotada-Zeit. Calçots sind lange, milde Frühlingszwiebeln, die über dem Feuer schwarz gegrillt werden, bis die Schale verkohlt. Man streift sie ab, taucht sie in Romesco-Soße und isst sie mit den Händen. Oft gibt es dazu Wein, aber auch ein kaltes Lager passt zu der süßen, rauchigen Zwiebel.
Ein Ritual ist das gemeinsame Bestellen. Man teilt die Teller in der Mitte des Tisches, bestellt Runde für Runde eine neue Caña und bleibt den Abend über sitzen. Das größte Stadtfest ist La Mercè im September, bei dem ganz Barcelona auf der Straße feiert, und dazu gehört natürlich ein kaltes Bier.