
Caña und Mediana
Verkosten
Wie bestellt man in Barcelona ein Bier? Mit „una caña“, einer kleinen Portion vom Fass, meist 0,2 Liter, im Glas ohne Henkel. Die Größe ist regional nicht ganz einheitlich. Wer mehr will, bestellt in Barcelona eine „mediana“, die 0,33 Liter fasst, oder ein „tanque“ mit einem halben Liter.
Die kleine Portion hat einen Grund. In der Hitze wird ein Bier schnell warm, und deshalb bestellt man lieber öfter ein kleines, eiskaltes Glas als ein großes, das auf dem Tisch steht. Das Bier kommt sehr kalt, die Schaumkrone ist niedrig, und das Glas beschlägt sofort.
Was schmeckt man im Estrella Damm? Eine blasse goldene Farbe, einen sanften Duft nach Brot und Getreide, wenig Bittere und einen trockenen, glatten Abgang. Die Marke wird nach Angaben der Brauerei bis heute nach dem Rezept von August Damm gebraut. Im Moritz findet man ein ähnliches Profil, oft etwas voller im Körper.
Wer die Unterschiede probieren will, bekommt beides in jeder Bar. Daneben gibt es die Craft-Biere, zum Beispiel das Hoptimista von Edge Brewing, ein India Pale Ale mit deutlicher Hopfenbittere. In den Brewpubs, etwa bei Garage Beer Co., zapft man sie frisch vom Tank.
Zum Probieren eignet sich ein Tulpenglas für das IPA und die schlanke Caña für das Lager. Das Lager schmeckt am besten, wenn es gerade gezapft ist, das IPA darf ein wenig wärmer werden, damit der Duft aufgeht.