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Essen & Bierkultur in der Region Johannesburg & Soweto

Pap, Braai, Kota

Essen & Bierkultur

Was isst man in Johannesburg zum Bier? Am häufigsten Fleisch vom Feuer. Beim Braai, dem südafrikanischen Grillen, liegen Boerewors, Lamm und Hähnchen auf dem Rost, dazu gibt es Pap, einen festen Maisbrei, und Chakalaka, eine scharfe Gemüsesoße aus Tomaten, Karotten und Bohnen. Die Röstaromen vom Feuer und die Säure der Soße kommen mit einem Lager gut zurecht.

In Soweto gilt der Kota als Straßenklassiker, er ist ein ausgehöhltes Viertel Brot, gefüllt mit Pommes, Wurst, Ei und Soße. Wer ihn isst, braucht dazu kein schweres Bier, ein kaltes Lager reicht. Umqombothi gehört dagegen oft zu Pap und Fleisch, weil seine Säure Fett ausgleicht und es selbst sättigt.

Die Shebeen ist dabei mehr als ein Lokal. Sie war Wohnzimmer, Bühne und Nachrichtenbörse, und viele frühe Shebeens wurden von Frauen geführt, die damit Familien ernährten. Der Fotograf Ernest Cole hat Shebeens und Bantu-Biere dokumentiert. Heute heißen viele Läden Tavern und sind ein fester Treffpunkt im Viertel.

Umqombothi hat auch eine rituelle Seite. Es wird bei Familienfeiern, Hochzeiten und Zeremonien für die Ahnen ausgeschenkt, und wer es braut, übernimmt eine Aufgabe in der Gemeinschaft. Ein respektvoller Gast fragt nach, wie es gereicht wird, und trinkt mit.

Am 24. September ist Heritage Day. Viele Familien machen daraus einen Grilltag, und das Bier gehört selbstverständlich dazu. Wer in Johannesburg trinkt, sollte sich mit der Geschichte der Bierhallen und mit Verantwortung beschäftigen.

Die Trinkkultur steht damit zwischen Fest, Alltag und Erinnerung. Gerade deshalb lohnt es sich, beim Probieren auch zu fragen, wer das Bier gebraut hat und für wen.

Dazu im Lexikon

Bier zum EssenBier richtig verkosten
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