
Lager, Stout, IPA
Bierstile
Was für ein Bier ist Castle Lager? Es ist ein helles, untergäriges Lagerbier mit fünf Prozent Alkohol. Es schmeckt leicht malzig, hat wenig Bittere und einen trockenen, frischen Abgang. International fällt es in die Gruppe der hellen Lagerbiere, die ein Stück milder sind als ein deutsches Pils.
Der Unterschied zum Pils liegt in der Bittere. Ein deutsches Pils trägt meist 22 bis 40 Bittereinheiten, die Fachleute IBU nennen, ein internationales Lager deutlich weniger. Der Mais im Sud macht es zusätzlich leichter. Wer ein Pils mag, findet Castle zahm, wer es kalt zu einem Braai trinkt, findet es genau richtig. Beides ist verständlich, denn ein Bier schmeckt immer auch nach dem Wetter, in dem man es trinkt.
Der zweite Klassiker ist das Milk Stout. Mit rund sechs Prozent ist es kräftiger, dunkel wie Kaffee und auffallend weich im Mund. Es wird obergärig gebraut, mit Milchzucker, der Süße bringt, und steht damit in der Nähe des englischen Sweet Stout.
Den dritten Weg gehen die Craft-Brauer. Ihr Leitstil ist das IPA, die Abkürzung steht für India Pale Ale, ein obergäriges, stark gehopftes Bier mit Frucht- und Harznoten. Daneben brauen sie goldene Ales, Ambers und Saisons, das sind leichte, würzige Sommerbiere, ursprünglich aus Belgien.
Die Zahlen im Steckbrief unten stammen aus dem Stilleitfaden BJCP und beschreiben den Stil, nicht eine einzelne Marke. Eine Brauerei darf davon abweichen, und viele tun es.
Internationales helles Lageruntergärig
- Stammwürze
- 10,5–12,4 °P
- Alkohol
- 4,5–6 % vol
- Bittere
- 18–25 IBU
- Farbe
- 4–12 EBC
Hellgelb bis gold, leicht malzig, wenig Bittere, trockener, frischer Abgang.