
Das Thai-Lager
Bierstile
Was ist ein Thai-Lager? Es ist ein helles, untergäriges Bier mit mittlerem Alkoholgehalt, das Fachleute dem Stil Internationales helles Lager zuordnen. Singha, Chang Classic und Leo gehören alle in diese Gruppe, auch wenn jede Marke ihren eigenen Charakter pflegt.
Singha gilt als das kräftigere, malzigere unter den dreien und wird oft als bitterer beschrieben. Leo kommt ebenfalls aus dem Haus Boon Rawd und gilt als milder und leichter. Chang Classic ist die Marke des Konkurrenten ThaiBev und wird in Thailand gern als weich und süffig erlebt. Das sind Geschmackseindrücke, keine Messwerte. Wer die drei nebeneinander probiert, spürt die Unterschiede vor allem im Nachtrunk.
Wie schmeckt es im Vergleich zu einem deutschen Pils? Das Thai-Lager ist weniger bitter, weniger hopfenduftig und trinkt sich leichter. Ein Pils lebt von seiner Bittere, ein Thai-Lager von seiner Kälte. Der Steckbrief nennt Spannen für den ganzen Stil und keine Werte einer einzelnen Marke.
Neben den Lagern gibt es in Bangkok eine kleine Craft-Szene. Sie braut Pale Ale, IPA, Weizenbier und gelegentlich Stouts, manche mit tropischen Früchten. Neben den Massenmarken bleibt sie ein Randphänomen.
Der Begriff Lager meint hier übrigens nur die Gärart, nicht die Stärke. Er kommt vom deutschen Wort für lagern: Das Bier reift nach der Gärung längere Zeit kalt. Mit rund fünf Prozent Alkohol liegen die Thai-Marken genau in der Mitte dessen, was Brauer weltweit für helles Lagerbier ansetzen.
Internationales helles Lageruntergärig
- Stammwürze
- 10,5–12,4 °P
- Alkohol
- 4,5–6 % vol
- Bittere
- 18–25 IBU
- Farbe
- 4–12 EBC
Blass bis goldgelb, schlank, leichte Malzsüße, wenig Hopfen, sehr kalt serviert.