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Bierstile in der Region Prag

Tmavý und Světlý

Bierstile

Was unterscheidet das tschechische dunkle Lager von Münchner Dunkel? Beide sind untergärig und braun, doch das Prager Bier ist meist weicher, weniger röstig und im Abgang trockener. In U Fleků trinkt man das Flekovský Tmavý Ležák 13°, ein Bier mit fast schwarzer Farbe und einer Süße, die an Karamell und Brot erinnert.

Nach Angaben des Hauses braute der Braumeister Bedřich Pštross das dunkle Lager 1830 nach einem Rezept, das bis heute unverändert gelten soll. Diese Zahl gehört zur Hausgeschichte. Heute ist es dort das einzige Bier, das ausgeschenkt wird.

Neben dem Dunklen steht das helle tschechische Lager, meist Světlý ležák genannt. Es ist goldgelb, mit einer deutlichen, kräutrigen Hopfenbittere und einer Malzbasis, die nach frischem Brot schmeckt. Der Unterschied zum Pils aus Pilsen liegt in Nuancen, denn beide gehören zur selben Stilfamilie.

Dazwischen steht das Halbdunkle, tschechisch „polotmavé“, das Prag gern pflegt. Das Oldgott aus U Medvídků ist ein Beispiel: bernsteinfarben, ungefiltert und eher an ein kräftiges Märzen erinnernd als an ein klassisches Lager. Solche Biere zeigen, dass die Stilgrenzen nicht überall gelten, und genau das macht sie für Neugierige reizvoll, die alle drei Typen nebeneinander probieren möchten.

Auch Staropramen steht mit seinem hellen Lager für den gewöhnlichen Prager Stil. Es ist golden, schlank und mit mittlerer Bittere gebraut. Solche Biere sind selten Sonderlinge, sie zeigen vielmehr den Durchschnitt der Stadt. Wer Prag verstehen will, beginnt am besten mit diesem unauffälligen Glas und vergleicht dann Schritt für Schritt.

Der SteckbriefBierstil antippen

Tschechisches Dunkles (Tmavý ležák)untergärig

Stammwürze
11–14,7 °P
Alkohol
4,4–5,8 % vol
Bittere
18–34 IBU
Farbe
33–69 EBC

Dunkelbraun, Karamell und Brot, wenig Röstbittere, weich im Abgang.

Dazu im Lexikon

Pils und HellesLager und Ale im Vergleich
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