
Světlé & Tmavé
Bierstile
Das Bier, das Südmähren prägt, ist ein tschechisches Lager. Znojemské pivo und Brněnské pivo gibt es als helles und dunkles Bier, und die Bezeichnung Světlé und Tmavé heißt nichts anderes als hell und dunkel. Das Helle ist goldgelb, bitterer als ein bayerisches Helles, aber milder als manches Pils aus Deutschland. Das Dunkle bietet Röstaromen und Süße.
Wie unterscheidet sich das tschechische Lager vom deutschen Pils? Es hat meist mehr Körper, mehr Malzsüße und eine runde Bittere, dafür weniger Trockenheit. Außerdem darf es etwas stärker sein. Deutsche Pilsbiere sind dagegen oft schlanker und knapper.
Eine Besonderheit ist das Řezané pivo, das geschnittene Bier. Hell und dunkel werden in einem Glas gemischt, sodass das Bier zwei Schichten bekommt. Bei Starobrno trägt eine Sorte den Namen Řezák, und der Name spielt auf diese Tradition an.
Die Brünner Craft-Szene fügt dem eigene Stile hinzu. Lucky Bastard braut Blond, Oktagon, India und Siciliano, die Zahlen im Namen geben die Stammwürze an. Dazu kommen IPAs, Stouts und Sauerbiere.
Die Verbindung zur Küche macht den Stil erst vollständig. Ein Lager mit seiner Bittere und leichten Süße schneidet durch Fett, ohne ein Gericht zu überdecken, und dasselbe gilt für das dunkle Bier mit seiner Röstnote. Deshalb gehört in Mähren zu fast jedem herzhaften Essen ein Půllitr, und nicht ein Wein, obwohl der Wein ein paar Dörfer weiter wächst. Auch dazu passt der Spruch vom Bier als flüssigem Brot.
Böhmisches Pils / Czech Premium Pale Lageruntergärig
- Stammwürze
- 11–14,7 °P
- Alkohol
- 4,2–5,8 % vol
- Bittere
- 30–45 IBU
- Farbe
- 7–12 EBC
Goldgelb, kräutrige Saazer Bittere, runder Malzkörper, sauber vergoren.