
Wiener Lager
Bierstile
Was ist ein Wiener Lager? Es ist ein untergäriges Bier von bernsteingelber bis kupferner Farbe, mit einer weichen, leicht röstigen Malznote und nur wenig Hopfenbittere. Anton Dreher gilt als sein Schöpfer, und Kőbánya machte den Stil in Ungarn heimisch.
Ein Wiener Lager schmeckt nach Brotkruste, etwas Toffee und schlankem Abgang. Es unterscheidet sich vom deutschen Pils durch das dunklere Malz und die geringere Bittere, vom Münchner Dunkel durch die helle Farbe und den leichteren Körper.
Das ungarische Alltagsbier hat sich im Lauf der Zeit weiter aufgehellt. Was heute in Budapest meist im Glas steht, ist ein helles, kühles Lager aus der Gruppe der internationalen hellen Lager. Es ist klar, goldgelb und leicht, und es soll vor allem erfrischen.
Die Spannen unten stammen aus der Stilnorm des US-Wettbewerbsleitfadens BJCP und gelten für Wettbewerbe, nicht als Vorgabe für einzelne Marken. Ein bestimmtes Bier kann außerhalb liegen, die Werte der Brauerei auf dem Etikett haben Vorrang.
Neben den Lagerbieren gibt es seit einigen Jahren Ales aus Budapester Kleinbrauereien. Dazu zählt etwa die Brauerei Fehér Nyúl, was auf Deutsch „Weißes Kaninchen“ heißt und 2017 von drei Hobbybrauern gegründet wurde. Ihr American-Style-IPA zeigt, wie viel Hopfen ein Bier aus Budapest inzwischen tragen darf. Zwischen beiden Welten liegt der Unterschied im Geschmack ebenso wie in der Menge: Kleinbrauereien brauen in kleinen Chargen, während die großen Häuser Millionen Hektoliter erreichen.
Wiener Lageruntergärig
- Stammwürze
- 11,9–13,6 °P
- Alkohol
- 4,7–5,5 % vol
- Bittere
- 18–30 IBU
- Farbe
- 18–30 EBC
Bernstein bis Kupfer, weiche Malznote, wenig Bittere, trockener Abgang.