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Wasser & Boden in der Region Asheville & North Carolina

Berge, Fluss, Flut

Wasser & Boden

Woher kommt das Wasser für Ashevilles Bier? Aus den Blue Ridge Mountains, einem Gebirgszug der Appalachen, der die Stadt auf rund 650 Metern Höhe umgibt. Tourismusportale rühmen das Wasser als rein und ausgewogen mineralisiert. Konkrete Härtewerte nennen die Brauereien selten, und aufschlussreich wären sie auch kaum.

Das liegt an einer Entwicklung, die fast überall gilt: Heute bereiten nahezu alle Brauereien ihr Wasser auf. Sie entkalken es, filtern es über Umkehrosmose oder setzen gezielt Salze zu. Früher entschied die Quelle über den Stil. Das sehr weiche Wasser von Pilsen passte zum hellen, hopfenbetonten Pils, das gipsreiche Wasser von Burton upon Trent zu bitteren englischen Ales. Ein Brauer in den Bergen kann beides nachbauen.

Für American Pale Ale und IPA stellen Brauer das Wasser häufig sulfatbetont ein. Sulfat lässt die Hopfenbittere trockener und schärfer wirken, Chlorid macht ein Bier runder und weicher. Wer ein trübes, saftiges Hazy IPA will, geht meist den zweiten Weg.

Wie sehr die Stadt am Wasser hängt, zeigte Helene im September 2024. Das städtische Wassernetz fiel aus, und ohne Wasser lässt sich kein Bier brauen. Highland Brewing verlor seine Wasserversorgung. Hi-Wire Brewing im River Arts District stand rund 4,5 Meter tief im Wasser; nach Angaben des Unternehmens gingen etwa 1,3 Millionen leere und 200.000 gefüllte Dosen verloren, und das Haus blieb fast acht Monate geschlossen. New Belgium meldete bis zu 1,8 Meter Wasser im Erdgeschoss der Brauerei, die Taproom öffnete am 16. Dezember 2024 wieder.

Die Brauerei von Sierra Nevada in Mills River südlich von Asheville kam glimpflicher davon. Sie wurde beschädigt, stand aber nicht unter Hochwasser, und die Taproom lief etwa zwei Wochen nach dem Sturm wieder zu normalen Zeiten.

Dazu im Lexikon

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