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Malz & Getreide in der Region Michigan

Karamell und Hafer

Malz & Getreide

Das Fundament eines amerikanischen IPA ist meist schlicht. Helles Gerstenmalz bildet die Basis, dazu kommt ein Schuss Karamellmalz. Es wird in der Darre so lange feucht erhitzt, bis sich die Stärke im Korn verzuckert, und gibt dem Bier Farbe, Süße und Körper. So bleibt Platz, damit der Hopfen im Vordergrund steht.

Wie viel Malz ein Bier trägt, zeigt die Stammwürze. Das ist der gelöste Zucker in der Würze vor der Gärung, gemessen in Grad Plato. Ein American IPA liegt nach dem Stilleitfaden bei 13,8 bis 17,1 Grad Plato, ein Imperial Stout bei 18,2 bis 27. Mehr Zucker heißt später mehr Alkohol.

Dunkle Biere brauchen geröstetes Getreide. Founders Breakfast Stout kommt nach Angaben der Brauerei mit Hafer, Schokolade und Kaffee, der Hafer macht es weich und vollmundig. Beim Kentucky Breakfast Stout, kurz KBS, kommt die Reifung im Bourbonfass hinzu.

Weizen spielt im Sommer mit. Bell's Oberon ist ein Weizenbier amerikanischer Art, hell, trüb und etwas fruchtig, und wird im Frühjahr und Sommer verkauft.

Auch die Darre macht den Unterschied. Helles Malz wird bei mäßiger Hitze getrocknet und bleibt blass, Röstmalz geht in der Trommel bis fast ins Schwarz und liefert Kaffee- und Schokoladenaromen. Bell's in Kalamazoo und Founders in Grand Rapids nutzen beides, je nach Bier.

Die alten Detroiter Lager waren anders gebaut. Viele amerikanische Brauer des 19. Jahrhunderts mischten Mais oder Reis unter das Gerstenmalz, damit das Bier heller und leichter wurde. Das gilt bis heute für den großen Teil der Lagerbiere des Landes.

Dazu im Lexikon

Malz und Hopfen erklärtLager und Ale im Vergleich
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