
Pretzel, Pizza, Wings
Essen & Bierkultur
Zu welchem Essen passt Bier in New York? Zu dem, was die Stadt auf der Straße und im Lokal serviert: Brezel, Pizza, Hot Dogs, Pastrami. Die weiche Brezel kam mit den Deutschen, der Hot Dog fand seinen berühmten Platz auf Coney Island, und die Kombination mit einem Lager ist Alltag.
Buffalo Wings stammen aus dem Westen des Bundesstaats. Nach der Überlieferung erfand sie 1964 die Anchor Bar in Buffalo. Die scharfe Sauce und das Fett verlangen ein Bier mit Kohlensäure und wenig Süße, etwa ein Wiener Lager.
Die Bierhallen von Kleindeutschland sind verschwunden, die Gewohnheit nicht. Wer ein Saison von Ommegang trinkt, bestellt es zu Käse oder Geflügel. Das Dubbel passt zu Braten und zu Schokoladennachtisch.
Mit der Prohibition endete 1920 die offene Bierkultur. Erst 1933 kehrte das Bier in die Lokale zurück, anfangs mit niedrigem Alkoholgehalt. Heute gibt es in Brooklyn Brauereien mit Schankraum, in Cooperstown Feste wie „Belgium Comes to Cooperstown“.
Die üblichen Größen sind der Pint mit 473 Millilitern und der Growler, eine Flasche mit etwa 1,9 Litern zum Mitnehmen. Der Pitcher, ein Krug für den Tisch, gehört zur Kneipe wie der Tresen.
In den USA liegt das Mindestalter für Alkohol bei 21 Jahren, in Lokalen wird deshalb häufig nach dem Ausweis gefragt. Auch das Trinkgeld am Tresen gehört dort zur Selbstverständlichkeit. Wer kein Bier möchte, findet in den meisten Brauereischänken auch alkoholfreie Getränke.