
Pint und Tulpe
Verkosten
In New York bestellt man Bier meist im Pint, einem Glas mit 473 Millilitern, dem amerikanischen Pint. Für ein Lager ist das die passende Größe: ein gefülltes Glas, das beim Trinken nicht lauwarm wird. Belgische Biere kommen dagegen in eine Tulpe oder einen Kelch, die den Duft bündeln.
Ein Brooklyn Lager im Glas ist bernsteinfarben und klar, mit weißem Schaum. Der Duft hat Malz und eine leichte Hopfennote, am Gaumen folgen Karamell und Brotkruste, dann eine feine Bittere. Als Beispiel für den Wiener Typ taugt es gut.
Ommegang Hennepin ist ein Saison. Es riecht nach Zitrus und Pfeffer, ist golden, trocken und lebendig. Ommegang Abbey Ale zeigt als Dubbel das Dunkle: Rosine, Gewürze und Wärme, ohne süßlich zu sein. Beide Biere sind Beispiele und keine Empfehlung.
Wie viel Alkohol hat ein Brooklyn Lager? Nach Angabe der Brauerei liegt es bei 5,2 Prozent vol.
Zur Temperatur: Lager schmeckt bei etwa 6 bis 8 °C am besten, belgische Biere bei 8 bis 12 °C. Je stärker das Bier, desto wärmer darf es sein, weil sich Aromen mit der Temperatur öffnen.
Beim Einschenken hilft die Neigung des Glases. Man hält es schräg unter den Zapfhahn und stellt es zum Schluss aufrecht, damit ein Schaum von etwa zwei Fingern entsteht. Gläser sollten sauber und fettfrei sein, sonst fällt der Schaum schnell zusammen. Ein belgisches Bier gießt man in die Tulpe vorsichtig ein und lässt den Bodensatz der Flaschengärung meist in der Flasche.