
Taproom, Krabbe, Käse
Essen & Bierkultur
Was isst man zu einem IPA? Am besten etwas, das Bittere und Schärfe aushält. Der Hopfen schneidet durch Fett, die Kohlensäure frischt auf, und eine leichte Süße im Bier dämpft Schärfe. Deshalb passen Burger, Tacos mit Carnitas, Curry und scharfes Hähnchen.
Sonoma County liefert Käse. Kräftiger Cheddar und Ziegenkäse aus der Region halten gegen ein Pale Ale genauso stand wie gegen ein IPA. Auch der Karottenkuchen mit Frischkäseguss gilt unter Bierfreunden als Klassiker: Die Süße des Teigs trifft auf die Bittere des Hopfens.
An der Küste bei Eureka kommt die Dungeness-Krabbe auf den Tisch, eine Krebsart aus dem Nordpazifik mit süßlichem Fleisch. Ein Pale Ale mit Zitrusnote passt dazu, weil es die Süße des Fleisches nicht erschlägt. Das Sacramento Valley steuert Mandeln und Reis bei.
Die Bierkultur der Region lebt in Taprooms und Brauhäusern. In Chico gehört zu Sierra Nevada ein Taproom mit Restaurant, in Santa Rosa und Windsor betreibt Russian River seine Brauhäuser. Man bestellt oft ein Probierbrett, einen „Flight“ aus mehreren kleinen Gläsern, um sich durch die Sorten zu probieren.
Auch bei den Größen ist es anders als in Deutschland. Das Pint fasst 473 Milliliter, die Flasche meist 355 Milliliter, das sind zwölf US-Unzen. Das Crowler, eine große Dose zum Mitnehmen, fasst 946 Milliliter. Wie viel jemand trinkt, ist eine persönliche Entscheidung; die Biere sind stark, und ein Double IPA hat bis zu 10 Prozent Alkohol.