
Brewpub und Foodcart
Essen & Bierkultur
Das Brewpub ist die Wirtshausform Oregons. Die McMenamins, die für das Gesetz von 1985 gekämpft hatten, bauten alte Schulen, Kinos und Wohnhäuser zu Kneipen mit eigener Brauerei um. Die Kennedy School in Portland war einmal eine Grundschule, heute sitzt man dort im Klassenzimmer am Bier.
Was isst man zu Pale Ale und IPA? Burger, Fish and Chips oder Frittiertes. Der Grund ist Chemie auf der Zunge: Die Hopfenbittere und die Kohlensäure schneiden durch das Fett und machen den Mund wieder frisch. Ein Porter passt zu Gegrilltem, weil das Röstmalz die Röstaromen der Kruste aufgreift.
Aus der Region kommen Dungeness-Krabben von der Küste, Tillamook-Cheddar und Haselnüsse aus dem Willamette Valley. Die Marionbeere, eine in Oregon gezüchtete Brombeere, taucht gelegentlich als Fruchtzusatz in Bieren auf.
In Portland stehen viele Imbisswagen, die Foodcarts, auf Parkplätzen und Brachflächen, oft mit Tischen im Freien und einem Brewpub in Laufweite. Dort isst man im Stehen und trinkt aus dem Pint. Die Mischung aus Brewpub, Imbisswagen und Draußensitzen ist das, was die Stadt für viele Besucher ausmacht.
Zum Hefeweizen gehört an der Westküste die Zitronenscheibe, der Brauch hat sich von dort in den Rest der USA verbreitet. Trinkgrößen sind das Pint mit 473 Millilitern, der Krug für den Tisch, der Pitcher, mit rund 1,8 Litern und der Growler, eine Flasche mit 1,9 Litern (64 US-Unzen), die man in der Brauerei zum Mitnehmen füllen lässt.