
Pint und Probierbrett
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Wie schmeckt Bier aus Oregon? Meist hopfig, frisch und eher fruchtig als süß. Ein Widmer Hefeweizen riecht nach Zitrus und Weizenbrot, ein Deschutes Mirror Pond Pale Ale nach Orange und Blüten, ein Black Butte Porter nach Kaffee und Schokolade.
Im Brewpub kommt das Bier meist im Pint. Das US-Pint fasst 16 amerikanische Flüssigunzen, das sind 473 Milliliter, und damit weniger als der britische Pint mit 568 Millilitern. Ein einfaches, nach oben weiter werdendes Glas, der Shaker Pint, ist verbreitet. Wer das Aroma eines IPA sucht, greift lieber zur Tulpe, die den Duft oben sammelt.
Ein Pale Ale oder IPA zeigt sich bei etwa 7 bis 10 Grad am besten, dem Porter tun 10 bis 13 Grad gut. Ist das Bier eiskalt, verschließt es sich und der Hopfen bleibt stumm.
Beim Einschenken hält man das Glas schräg unter den Hahn und stellt es zum Schluss gerade, damit sich eine feste Schaumkrone bildet. Viele Brewpubs bieten ein Probierbrett, den Flight: vier bis sechs kleine Gläser mit je rund 120 Millilitern, damit man mehrere Stile nacheinander vergleichen kann.
Wer in den USA Bier trinken will, muss mindestens 21 Jahre alt sein, und in Portland wird dafür regelmäßig nach dem Ausweis gefragt. Als Beispiel für den Einstieg eignen sich drei Biere mit sehr unterschiedlichem Charakter: das helle, weiche Hefeweizen, das fruchtige Pale Ale und das dunkle Porter.