
Schnee, Regen, Fels
Wasser & Boden
Das meiste Trinkwasser Portlands stammt aus dem Bull-Run-Schutzgebiet im Mount Hood National Forest, rund 42 Kilometer von der Stadt entfernt. Es ist Regen und Schnee der Kaskaden, gesammelt in einem abgesperrten Einzugsgebiet, und es ist ungewöhnlich weich.
Wie hart ist das Wasser in Portland? Weich heißt, dass kaum Mineralien gelöst sind. Die Gesamthärte liegt typischerweise bei 7 bis 11 Milligramm je Liter, das sind etwa 0,4 bis 0,6 Grad deutscher Härte. In Deutschland gilt Wasser schon bis 8,4 Grad als weich, Bull Run liegt weit darunter.
Für Brauer ist das ein leeres Blatt. Aus so weichem Wasser lässt sich fast jedes Profil bauen: Mit etwas Gips, chemisch Calciumsulfat, wirkt der Hopfen in Pale Ale und IPA schärfer und trockener, mit anderen Zugaben bleibt ein Porter oder Hefeweizen runder.
Westlich der Kaskaden liegt das Willamette Valley mit milden Wintern und viel Regen. Hier regnet sich ab, was später als weiches Wasser aus dem Zapfhahn kommt, und derselbe feuchte Boden trägt die Hopfengärten. Über allem steht der Mount Hood mit mehr als 3.400 Metern. Wer einmal an einem Regentag durch das Tal fährt, versteht, warum dort Pflanzen, Flüsse und Brauer selten Wassermangel kennen.
Östlich der Kaskaden ändert sich alles. Bend liegt auf rund 1.100 Metern am Deschutes River, die Luft ist trocken, die Winter sind kalt. Die Deschutes Brewery begann hier 1988; ihr Mirror Pond Pale Ale ist nach dem Mirror Pond benannt, einem stillen Flussabschnitt mitten in der Stadt.