
Lachs und Markt
Essen & Bierkultur
Was isst man in Seattle zum Bier? Meist etwas vom Wasser. Auf dem Pike Place Market, der seit 1907 besteht, liegen Lachs, Austern und die Dungeness-Krabbe, die an der Pazifikküste gefangen wird, auf Eis. Das Fleisch ist süß und fest, und ein fruchtiges Pale Ale unterstreicht es.
Besonders eng gehört der Lachs zur Küche. Erlenholz-geräucherter Lachs, auf einer Zedernplanke gegart, ist ein Gericht des pazifischen Nordwestens. Die Hopfenbittere schneidet durch das Fett, die Röstaromen des Rauchs finden Halt am Karamell im Malz.
Typisch für die Stadt ist auch der Seattle Dog, ein Hot Dog mit Frischkäse, den es an Straßenständen gibt. Die kühle Creme, die Wurst und die Bittere eines IPA gleichen sich gegenseitig aus. Dazu kommen Gerichte der vielen Einwanderer, etwa japanisches Teriyaki, das in der Stadt zum Alltag gehört. Süßsaure Soße und Hopfenbittere vertragen sich, solange das Bier nicht zu stark ist.
Bierkultur heißt in Seattle Taproom und Biergarten. Man sitzt an langen Tischen, Kinder und Hunde sind oft willkommen, und es gibt keinen Zwang zum Verzehr. Gordon Bowker, der Redhook mitgründete, war vorher an Starbucks beteiligt, und das erklärt die enge Verbindung von Kaffee und Bier: Beide Branchen setzen in Seattle auf Handwerk und Frische.
Getrunken wird in Pints zu 16 Unzen, in kleinen Gläsern für starke Biere und im Growler zum Mitnehmen. Wer ein hopfenbetontes Bier zum scharfen Essen wählt, sollte wissen, dass Schärfe und Bittere sich gegenseitig verstärken.