
Fisch vom Hafen
Gin & Essen
Plymouth lebt seit jeher vom Meer. Ein großer Teil des Fischs, der in England auf den Tisch kommt, wird über den Fischmarkt am Sutton Harbour verkauft, direkt neben der Brennerei. Krabben, Jakobsmuscheln und Makrelen aus dem Ärmelkanal prägen die Küche der ganzen Grafschaft Devon.
Ein einfaches Krabbensandwich mit frischem Weißbrot, etwas Zitrone und wenig Mayonnaise zeigt am besten, wie wenig diese Küche zusätzlich braucht, wenn der Fisch aus der Nähe kommt. Dazu passt ein Gin Tonic mit Plymouth Gin gut. Die Zitrusnoten des Gins unterstützen die milde Süße der Krabbe, statt sie zu überdecken.
Bei kräftigeren Gerichten wie einem Makrelenfilet vom Grill oder einer Fischsuppe mit Muscheln aus dem Hafenbecken passt eher die Navy Strength. Verdünnt in einem stärkeren Gin Tonic hält ihre würzigere, kräftigere Seite gegen Rauch und Salz des Gerichts eher stand als die mildere Original Strength.
Auch die bekannte Devon Cream Tea mit Schlehen-Konfitüre und Clotted Cream lässt sich gedanklich mit dem Sloe Gin der Black Friars Distillery verbinden. Dieselbe fruchtig-herbe Schlehen-Note taucht in Gebäck wie im Glas auf. Am selben Tisch stehen Tee und Gin aber selten.
So bleibt Essen in Plymouth vor allem eine Frage der Herkunft, nicht der aufwendigen Zubereitung. Was am Morgen im Hafen ankommt, liegt am Abend auf dem Teller in einem der kleinen Restaurants der Barbican. Der Gin daneben stammt meist aus derselben Straße wie der Fisch.