
Pecorino und Finocchiona
Gin & Essen
Die toskanische Küche lebt von wenigen, kräftigen Zutaten. Dazu zählen Pecorino Toscano DOP, ein Schafskäse mit geschützter Herkunftsbezeichnung, und Finocchiona IGP, eine Salami aus Schweinefleisch mit Fenchelsamen oder Fenchelblüten, die ihr den namensgebenden Anisgeschmack gibt. Beide gehören zusammen mit salzlosem Pane Toscano auf jede Brotzeit der Region.
Die Fenchelnote der Finocchiona ist der Grund, warum sie sich mit Gin aus derselben Landschaft besonders gut verträgt. Sabatini Gin enthält selbst Wildfenchel unter seinen neun Botanicals. So nehmen sich die Aromen von Salami und Gin im Glas gegenseitig auf, statt sich zu widersprechen. Dazu passt ein Stück Pecorino Toscano. Seine leicht nussige, salzige Schärfe rundet die harzigen Kräuternoten des Gins ab.
Peter in Florence mit seiner blumigen Iris-Note passt eher zu leichteren Tellern. Etwa zu gegrilltem Gemüse mit Olivenöl oder zu einem einfachen Salat mit Pecorino-Spänen. Dort kann die florale Seite des Gins zur Geltung kommen, ohne von zu kräftigem Fleisch überdeckt zu werden. Zu deftigeren Gerichten wie einer Bistecca alla Fiorentina, dem dicken Rinderkotelett aus der Rasse Chianina, würde die zarte Iris dagegen untergehen.
Wichtig bleibt: Gin ist hier Begleiter, nicht Zutat. Keine der beiden Brennereien wirbt mit Rezepten oder Mengenangaben. Stattdessen tragen sie die Idee, dass ein Gin aus derselben Erde wie der Käse oder die Salami auf dem Teller besonders gut dazu passt. Beide erzählen schließlich von denselben Kräutern und demselben Boden, nur mit unterschiedlichen Mitteln.