
Bobotie trifft Fynbos-Gin
Gin & Essen
Bobotie ist eines der bekanntesten Gerichte der Cape-Malay-Küche, ein Auflauf aus gewürztem Hackfleisch mit einer Eierhaube obenauf. Süßlich wird er durch Rosinen und Aprikosen, würzig durch Curry und Lorbeer. Diese Kombination aus süß und würzig passt gut zu einem Gin, dessen Honeybush-Note ebenfalls eine milde Süße mitbringt, ohne den Gin zu überladen.
Snoek, ein länglicher Fisch aus den kalten Gewässern vor der Küste, wird traditionell geräuchert oder gegrillt serviert, oft mit Apricot-Chutney. Sein kräftiges, leicht öliges Aroma verlangt nach einem Gin mit klarer Zitrus- oder Kräuterschärfe. Hope Distillery bietet so etwas mit ihren Contemporary-Sorten an, statt eines sehr süßen Fynbos-Gins.
Die Cape-Malay-Küche selbst geht auf Einwanderer und Verschleppte aus Südostasien zurück, die vor Jahrhunderten am Kap ankamen. Sie verbanden ihre Gewürztraditionen mit lokalen Zutaten. Kurkuma, Kreuzkümmel und Zimt prägen viele Gerichte, und genau diese Gewürzwelt trifft sich mit den krautigen, teils würzigen Botanicals mancher Gins aus der Region.
Buchu selbst erinnert manche an frische Kräuter aus der Küche. Deshalb passt ein Gin mit deutlicher Buchu-Note gut zu frischem, leichtem Fisch oder zu einem Salat mit Zitrusfrüchten. Die minzige Kühle im Glas gleicht dabei die Würze mancher Cape-Malay-Gerichte aus, ohne sie zu übertönen.
Wer ein Glas Gin neben einem Teller Bobotie oder Snoek stehen hat, probiert damit zwei Seiten derselben Landschaft: Gewürze, die über den Indischen Ozean kamen, und Botanicals, die wenige Kilometer entfernt im Fynbos wachsen. Beides zusammen ergibt einen Geschmack, den es außerhalb des Westkaps nicht gibt.