
Teller und Glas
Essen & Trinkkultur
Auf jamaikanischen Tellern liegt zum Frühstück Ackee mit Saltfish: Die Frucht des Ackee-Baums wird gegart, bis sie wie Rührei aussieht, und mit gesalzenem Dorsch gebraten, mit Zwiebel, Tomate und Scotch-Bonnet-Chili. Es gilt als Nationalgericht und schmeckt weich, salzig und scharf.
Escovitch Fish ist gebratener Fisch unter einer Schicht aus Essig, Zwiebeln, Karotten und Chili. Die Säure schneidet das Fett des Fisches, die Schärfe des Chilis passt zur Schärfe des Overproof-Rums, wenn dieser in einem Punch am Tisch landet. Dazu gehören oft Festival, ein gebratener, leicht süßer Maisteig, und Bammy aus Maniok.
Wray & Nephew White Overproof nennt der Hersteller den Rum des jamaikanischen Volkes. Nach seinen Angaben ist er fester Teil von Kultur, Tradition und Alltag. Zum Rum-Gebrauch gehört auch die Küche: Der jamaikanische Weihnachtskuchen Black Cake enthält Trockenfrüchte, die lange in Rum eingelegt sind.
Als Getränk kommt der Overproof gemischt auf den Tisch, selten pur. Ein Rum Punch mit Frucht, Limette und Gewürz gilt als klassisch, und auch der Highball mit Ginger Beer, bei Händlern als Jamaica Mule angeboten, nimmt dem Rum die Wucht und lässt die Frucht zu.
In Clarendon und Lluidas Vale gehört der Rum zu den Betrieben, die ihn herstellen: zur Zuckerfabrik, zum Erntebeginn, zum Tal. Wer die Gegend besucht, sieht Rohr, Fabrik und Brennhaus nah beieinander. Wie viel davon Besuchern offensteht, ändert sich von Betrieb zu Betrieb. Der Rum bleibt in dieser Gegend, was er war: ein Nebenprodukt des Zuckers, das seinen eigenen Namen bekam.