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Ratgeber · 7 Minuten Lesezeit

Hausbar Ausstattung: Barzubehör, Eis und Gläser für den Start

Welches Barzubehör deine Hausbar wirklich braucht: Barmaß, Shaker, Sieb, Barlöffel, Eis und Gläser, abgeleitet aus den Mengen echter Cocktailrezepte.

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Die kurze Antwort

Für die Grundausstattung deiner Hausbar reichen ein Barmaß mit feiner Zentiliter-Skala, ein Shaker, ein Barsieb, ein kleines Messer mit Brett und eine Zitruspresse. Rührglas, langer Barlöffel und feines Sieb kommen dazu, sobald du gerührte Drinks mixen willst. Mindestens so wichtig wie jedes Gerät ist reichlich festes, trockenes Eis aus dem Gefrierfach.

Hausbar Ausstattung: Barzubehör, Eis und Gläser für den Start — Motiv zum Thema Technik

Hausbar-Grundausstattung: Was du zuerst brauchst

Für den Anfang brauchst du keine volle Werkzeugwand. Wir haben die Cocktailrezepte in unserem Lexikon ausgezählt: Rund die Hälfte wird geschüttelt, nur etwa jedes siebte Rezept wird gerührt. Der Rest entsteht direkt im Glas oder im Mixer. Einen Standmixer brauchen nur wenige Rezepte, er kann also warten.

Daraus ergibt sich eine sinnvolle Reihenfolge beim Kauf. Barmaß, Shaker und Sieb decken den größten Teil der Rezepte ab. Rührglas und Barlöffel lohnen sich, sobald du Klassiker wie Manhattan oder Dry Martini mixen willst. Die Tabelle zeigt, welches Gerät wofür da ist.

Hausbar-Grundausstattung: Was du zuerst brauchst
GerätWofürWann anschaffen
Barmaß (Jigger)Zutaten genau abmessenvon Anfang an
Shakermit Eis schüttelnvon Anfang an
BarsiebEis und Fruchtstücke zurückhaltenvon Anfang an
Messer, Brett, SparschälerGarnitur und Zestenvon Anfang an
Zitruspressefrischer Saftvon Anfang an
Rührglas und Barlöffelgerührte Drinkswenn du rühren willst
feines SiebEissplitter und Kräuterrestebei Drinks ohne Eis im Glas
Stößel oder NudelholzstielMinze oder Limetten andrückenfür Drinks wie den Mojito

Barmaß (Jigger): Welche Markierungen du brauchst

Das Barmaß ist dein wichtigstes Werkzeug, denn ein Cocktail schmeckt nur dann rund, wenn seine Zutaten im richtigen Verhältnis stehen. Drei Mengen kommen in unseren Rezepten weit häufiger vor als alle anderen: 1,5 cl, 3 cl und 4,5 cl. Ein Barmaß mit nur zwei Seiten zu 2 und 4 cl trifft diese Mengen nicht sauber.

Nimm deshalb ein Maß mit innerer Skala, die auch halbe Zentiliter zeigt. Hohe, schlanke Maße messen genauer als kurze, breite, weil sich kleine Unterschiede in der Füllhöhe deutlicher zeigen. Die gewölbte Oberfläche der Flüssigkeit schließt beim vollen Maß mit dem Rand ab, bei einer Markierung mit dem Strich.

Ob dein Barmaß stimmt, prüfst du mit einer Küchenwaage. Ein Milliliter Wasser wiegt ein Gramm, 3 cl Wasser, also 30 ml, müssen demnach 30 g anzeigen. Wiege die Mengen, die du am häufigsten brauchst, und vergleiche sie mit den Strichen. Weicht ein Strich ab, merk dir die Korrektur oder nimm ein anderes Maß.

Technik: Barmaß (Jigger): Welche Markierungen du brauchst

Shaker-Arten: Boston, zwei Metallbecher oder Cobbler

Der Boston-Shaker besteht aus einem großen Metallbecher und einem kleineren Glas. Beim zweiteiligen Shaker aus zwei Metallbechern ist auch der kleine Teil aus Metall. Beide brauchen ein separates Barsieb. Der Cobbler-Shaker ist dreiteilig: Becher, Aufsatz mit eingebautem Sieb und eine Kappe obendrauf.

Ein bekanntes Nachschlagewerk für Barleute empfiehlt die Variante aus zwei Metallbechern gegenüber Glas und Metall. Der Cobbler ist für den Einstieg bequem, weil das Sieb schon dabei ist. Beim Schütteln reicht kräftiger Einsatz. Nach dem Nachschlagewerk ist nach etwa zwölf Sekunden das Temperaturgleichgewicht erreicht, längeres Schütteln ändert dann kaum noch etwas.

Soda und andere kohlensäurehaltige Zutaten gehören nie in den Shaker. Sie kommen erst zum Schluss ins Glas, so wie beim Gin Fizz. Im geschlossenen Shaker würde sich Druck aufbauen, und die Kohlensäure soll ja im fertigen Drink ankommen, nicht beim Schütteln verloren gehen.

Rührglas und Barlöffel für gerührte Drinks

Gerührt werden vor allem Drinks, die nur aus Spirituosen, Wermut oder Likör bestehen. Sie sollen kalt und klar ins Glas kommen, ohne Luftbläschen. Ein Rührglas ist ein stabiles, weites Glas mit Ausguss. Kühl es vorher im Gefrierfach oder mit Eiswasser, dann zieht es dem Drink kaum Kälte ab.

Der Barlöffel sollte mindestens 30 cm lang sein, damit er bis zum Boden reicht und sich leicht durch das Eis drehen lässt. Manche Rezepte geben kleine Mengen wie Zucker in Barlöffeln an, auch dafür ist er da. Für den Start genügt jedes standfeste Glas mit genug Platz für Eis und Zutaten.

Barsieb: Hawthorne, Julep und feines Sieb

Für geschüttelte Drinks nimmst du üblicherweise ein Hawthorne-Sieb. Seine umlaufende Spirale hält Eisstücke und Fruchtteile zurück. Beim Rührglas ist traditionell das Julep-Sieb üblich, ein gelochter Metalllöffel, den du ins Glas drückst. Ein kleines feines Sieb hältst du zusätzlich unter das erste, wenn im fertigen Drink keine Eissplitter schwimmen sollen. Das nennt man doppelt abseihen. Bei Rezepten mit Kräutern oder Fruchtfleisch macht es den größten Unterschied, etwa beim Gin Basil Smash.

Messer, Sparschäler und Zitruspresse

Für Garnituren reicht ein kleines, scharfes Messer mit rund 13 cm Klinge und ein Brett, das nur für die Bar benutzt wird. Zesten schneidest du mit einem Sparschäler als dünne Streifen von der Schale. Ein eigener Zestenreißer ist schön, aber selten nötig.

Presse Zitronen und Limetten frisch, kurz bevor du mixt. Eine Hebelpresse gilt im Nachschlagewerk als das beste Werkzeug dafür, für ein paar Drinks am Abend genügt eine einfache Handpresse. Zum Andrücken von Minze brauchst du keinen eigenen Stößel. Ein runder Stiel wie der eines Nudelholzes erfüllt denselben Zweck.

Eis für die Hausbar: Menge, Größe und klares Eis

Eis kühlt den Drink und verdünnt ihn, beides gehört zum Rezept. Nimm es direkt aus dem Gefrierfach. Solches Eis ist trocken, angetautes Eis bringt dagegen eine Wasserschicht mit und verwässert den Drink stärker. Würfel mit etwa 2,5 cm Kantenlänge gelten als guter Standard.

Füll das Glas ganz mit Eis, nicht nur mit ein paar Würfeln. So bleibt der Drink länger kalt und wird langsamer wässrig. Eis aus dem Shaker verwendest du nie ein zweites Mal, ins Glas kommt frisches. Ein großer Block oder eine Kugel im Tumbler hat weniger Oberfläche als viele kleine Würfel und schmilzt deshalb langsamer.

Klares Eis entsteht, wenn Wasser langsam von oben nach unten gefriert. Luft und gelöste Stoffe werden dabei nach unten gedrängt, und die Trübung sammelt sich im unteren Teil. Zu Hause gelingt das mit einer kleinen isolierten Kühlbox ohne Deckel im Gefrierschrank. Den trüben Rest schneidest du danach ab. Schmeckt dein Leitungswasser nach Chlor, nimm gefiltertes Wasser.

Gläser-Grundausstattung: Drei Formen reichen für den Anfang

Du brauchst nicht für jedes Rezept ein eigenes Glas. Gut sieben von zehn unserer Cocktailrezepte verlangen eine von drei Formen: Cocktailschale, Tumbler oder Highballglas. Kauf lieber ein paar gleiche Gläser je Form als viele Einzelstücke, dann passt eine Runde für Gäste zusammen.

Stell die Cocktailschale vor dem Mixen ins Gefrierfach, denn Drinks ohne Eis kommen in ein vorgekühltes Glas. Wer Whisky oder Rum auch pur trinkt, ergänzt später ein Nosingglas mit schmaler Öffnung. Prüf beim Kauf das Fassungsvermögen: Der Drink muss samt Eis hineinpassen, in einem riesigen Glas wirkt eine kleine Portion dagegen verloren.

Gläser-Grundausstattung: Drei Formen reichen für den Anfang
GlasWofürBeispiele
Cocktailschaleabgeseihte Drinks ohne EisDaiquiri, Manhattan, Gin Basil Smash
Tumblerkurze Drinks auf EisNegroni, Old Fashioned
Highballglaslange Drinks mit Soda oder FillerGin Fizz, Mojito

Grundspirituosen und Vorrat für die Hausbar

Kauf Flaschen nach den Drinks, die du magst, und nicht nach einer langen Liste. In unseren Rezepten sind Gin und Rum am häufigsten die Basis, danach folgen Wodka und Whisky. Mit einer dieser Spirituosen und dem Zubehör oben kommst du schon weit.

Dazu kommen Zutaten, die sich viele Rezepte teilen: Zitronen und Limetten, Zuckersirup, Soda oder Tonic und ein Bitter für die Spritzer. Unser Zuckersirup besteht aus gleichen Gewichtsteilen Zucker und Wasser. Wermut ist ein Wein und gehört nach dem Öffnen verschlossen in den Kühlschrank. Frisches wie Minze kaufst du passend zum Abend.

Rezepte für deine Ausstattung in Gustofolio

Im Lexikon von Gustofolio findest du Cocktailrezepte mit Mengen in cl, darunter Gin Fizz, Negroni und Gin Basil Smash. Die Mengen kannst du direkt mit deinem Barmaß abmessen. Sammelst du außerdem Wein oder Whisky, verwaltest du diese Flaschen in Gustofolio mit Bestand und Lagerort bis zum Fach.

Häufige Fragen zur Hausbar-Ausstattung

Diese Fragen kommen oft, bevor jemand das erste Barzubehör kauft.

Welcher Shaker eignet sich für Anfänger?

Beide Bauarten funktionieren. Der Cobbler hat das Sieb eingebaut und kommt ohne weiteres Zubehör aus. Die Variante aus zwei Metallbechern wird in der Fachliteratur empfohlen, braucht aber ein separates Barsieb.

Brauche ich gleich ein Rührglas?

Nicht zwingend. Nur etwa jedes siebte unserer Rezepte wird gerührt. Ein stabiles, großes Glas und ein langer Löffel reichen für den Anfang.

Kann ich klares Eis aus Leitungswasser machen?

Ja. Die Trübung entsteht durch eingeschlossene Luft und gelöste Stoffe, die beim Gefrieren von allen Seiten im Inneren landen. Friert das Wasser langsam von oben nach unten, sammelt sich die Trübung unten, auch bei normalem Leitungswasser.

Warum wird mein Drink so schnell wässrig?

Meist ist das Eis schon angetaut oder es liegt zu wenig im Glas. Nimm trockenes Eis direkt aus dem Gefrierfach und füll das Glas ganz. Das Eis aus dem Shaker gehört nicht ins Glas.

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