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Boden & Klima in der Region Mendoza & Uco

Höhe statt Kreide

Boden & Klima

Wie bekommt ein Schaumwein aus einem Wüstenland genug Säure? In Mendoza lautet die Antwort Höhe. Unten in der Ebene ist es heiß und trocken, Trauben würden dort schnell süß und müde. Je höher die Reben stehen, desto kühler wird es, und die Faustregel der Meteorologen sagt: etwa ein halbes Grad weniger je hundert Höhenmeter.

Das Valle de Uco, das Uco-Tal, liegt südlich der Stadt und reicht je nach Quelle von rund 900 bis über 1.700 Meter. Dort liegt Tupungato mit der Zone Gualtallary, in der Reben zwischen etwa 1.100 und 1.600 Metern wachsen. Tagsüber brennt die Sonne durch die dünne Luft, nachts kühlt es kräftig ab. Dieser große Unterschied zwischen Tag und Nacht bewahrt die Fruchtsäure in den Beeren.

Der Boden erzählt etwas anderes als in der Champagne. Statt Kreide aus dem Meer liegen hier Schwemmböden, die die Flüsse aus den Anden herabgetragen haben, mit Steinen, Sand und Lehm. In Gualtallary enthalten sie stellenweise viel Kalk, und Winzer schreiben dem Kalk die straffe, fein gezeichnete Säure ihrer Weine zu. Das ist eine Deutung der Erzeuger, kein Gesetz.

Auch Chandons Weinberge in Agrelo, in knapp 1.000 Metern, profitieren davon: Das Haus nennt als Vorzüge deutliche Temperaturschwankungen und Wasser aus den Anden in der Tiefe. Gegossen wird fast überall mit Schmelzwasser, denn Regen fällt kaum.

Die Höhe hat ihren Preis. Spätfröste im Frühjahr und Hagel im Sommer können eine ganze Ernte kosten, deshalb spannen viele Betriebe Netze über die Reihen. Kreidestollen wie in Reims gibt es in Mendoza nicht, die Schaumweine reifen in den Kellern der Bodegas am Fuß der Berge.

Dazu im Lexikon

Warum Säure den Schaumwein frisch machtWein richtig lagern
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