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Rebsorten in der Region Eltville & Rheingau

Riesling vorn

Rebsorten

Im Rheingau wächst auf rund 80 Prozent der Rebfläche Riesling, und das prägt auch den Sekt. Wer einen Rheingau Riesling Sekt trinkt, etwa von Schloss Vaux, probiert eine Sorte, die ihre Säure bis in die späte Reife behält. Genau das macht sie zum Grundwein für die zweite Gärung tauglich.

Typisch sind Zitrusschale, grüner Apfel und ein Hauch Quitte, dazu eine trockene, leicht mineralische Frische. Mit der Zeit auf der Hefe kommt Brotkruste dazu, ohne dass die Frucht verschwindet. Weil Riesling selbst so deutlich nach Herkunft schmeckt, wirkt ein Rheingauer Rieslingsekt weniger gebacken und mehr nach Obst und Stein als mancher Champagner.

Zweite Sorte ist der Spätburgunder, im Rheingau vor allem rund um Assmannshausen bekannt. Als Sekt kommt er meist als Blanc de Noirs in die Flasche, also als weißer Schaumwein aus roten Trauben. § 32 der Weinverordnung erlaubt das ausdrücklich, wenn die Trauben wie Weißwein gekeltert werden und der Wein weißweintypisch aussieht.

Weißburgunder und andere Burgundersorten finden ebenfalls ihren Weg in den Sekt. In einer Cuvée bringen sie eine weichere, nussige Note, die den Riesling abrundet. Auch Muskateller wird in Deutschland zu Sekt verarbeitet.

Wer eine Rebsorte auf dem Etikett nennt, macht ein Versprechen. Beim Winzersekt ist die Sortenangabe sogar Pflicht, ebenso der Jahrgang. Einem Sekt mit Rebsortenangabe kann auf Antrag auch eine amtliche Prüfnummer zugeteilt werden. So lässt sich aus der Flasche herauslesen, was im Glas steckt.

Dazu im Lexikon

Riesling im ÜberblickSpätburgunder als Basis für Blanc de Noirs
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