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Hefelager & Dosage in der Region Trier, Koblenz & Mosel

Zeit und Zucker

Hefelager & Dosage

Das Gesetz verlangt für Winzersekt nur neun Monate Hefelager. Ein Händler nennt für den Scharzhofberger Riesling Sekt der Bischöflichen Weingüter Trier 24 Monate, und der Agritiushof schreibt für seinen Riesling-Crémant ebenfalls mindestens zwei Jahre auf der Hefe. Wer länger wartet, bekommt mehr Tiefe.

In dieser Zeit zerfallen die Hefezellen. Das nennt man Autolyse, und sie gibt dem Sekt Aromen von Brot, Nuss und Brioche sowie ein cremigeres Mundgefühl. Beim Riesling gleicht sie die jugendliche Härte aus, ohne die Säure aufzugeben. Je länger die Hefe arbeitet, desto feiner und cremiger wirkt die Perlage im Glas. Das Hefelager ist beim Moselsekt also kein Pflichtprogramm, sondern eine Entscheidung des Hauses.

Danach wird der Sekt gerüttelt, damit die Hefe in den Flaschenhals wandert. Beim Degorgieren wird der Hals kurz tiefgekühlt, der Hefepfropfen schießt heraus, und die Flasche bekommt ihre Dosage. Das ist ein Gemisch aus Wein und Zucker, das den Geschmack einstellt.

Für die Süße gibt es feste Stufen. Bei Brut nature liegt der Zucker unter 3 Gramm je Liter, bei Extra Brut bis 6, bei Brut unter 12 und bei Extra Dry zwischen 12 und 17. Beim Sekt heißt „trocken“ dann 17 bis 32 Gramm, also mehr Zucker als bei Brut.

Gerade bei Riesling lohnt sich die Frage nach der Stufe. Ein kräftiger Moselriesling verträgt mehr Dosage als ein sanfter Sekt aus Chardonnay, weil seine Säure den Zucker ausgleicht. Die Süßestufe steht auf dem Etikett, doch wer „trocken“ liest, bekommt nicht den trockensten Sekt.

Dazu im Lexikon

Dosage und Süßestufen erklärtBrut oder Extra Dry, was ist trockener?
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Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft