
Käse und Andouillette
Essen & Anlass
Die Küche der Aube ist kräftig. Die Andouillette de Troyes besteht aus reinem Schweinefleisch, aus Dickdarm und Magen, und gart rund fünf Stunden in Brühe. Sie kommt gegrillt auf den Tisch oder mit einer Sauce aus Chaource, und beides verlangt einen Wein, der Fett schneidet.
Der Chaource ist ein Käse aus Kuhmilch, benannt nach dem Dorf Chaource und mit Herkunftsschutz. Er hat eine weiße Blütenrinde, einen weichen Teig und einen milden, leicht säuerlichen Geschmack. Ein Blanc de Noirs mit etwas Körper trägt diese Cremigkeit, die Perlage reinigt den Gaumen.
Auch der Cendré des Riceys trägt den Namen der Winzerstadt, in der der Rosé des Riceys wächst. Zum Käse passt, wer mag, ein Rosé de saignée mit seinem kräftigen Rot. Der stille Rosé aus Les Riceys selbst bleibt eine Sache für sich.
Köche der Region bereiten Champagner-Emulsionen zu, die über Fisch und Geflügel laufen. Auch Andouillette mit Chaource gehört zu den Gerichten, die man in Troyes und Umgebung findet. Der Wein ist dabei Zutat und Begleiter zugleich.
Aus dem Pays d’Othe kommt ein Schaumwein ganz anderer Art: sprudelnder Cidre aus Äpfeln, kein Wein. Er zeigt, dass die Aube schäumende Getränke auch ohne Trauben kennt, die Regionalküche aber vor allem zu Pinot noir greift.
Als Anlass taugt ein langer Sonntag, an dem man Käse, Fleisch und Fisch am selben Tisch hat. Ein Blanc de Noirs hält sich vom Aperitif bis zum Käse und muss dazwischen nicht gewechselt werden.