
Rote Frucht
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Ein Champagner aus der Côte des Bar schmeckt meist nach roter Frucht, nach Kirsche und Erdbeere, dazu Brioche vom Hefelager. Weil der Pinot noir hier mit Leichtigkeit beschrieben wird, wirkt der Wein oft schlanker, als man bei so viel roter Traube erwartet.
Als Geschmacksbeispiele dienen vier Häuser. Der Carte d’Or von Drappier steht nach Angaben des Hauses seit 1952 im Programm und ist stark vom Pinot noir geprägt. Der Fleur de l’Europe von Fleury ist ein Brut Nature aus biodynamischem Anbau.
Die Cuvée D von Devaux mischt 70 Prozent Pinot noir mit Chardonnay, die Roses de Jeanne von Cédric Bouchard zeigen den Pinot noir einer einzelnen Parzelle ohne jede Mischung. Wer vier Weine nebeneinander probiert, merkt, wie weit der Stil hier gefasst ist.
Ein Tulpenglas oder ein weites Weißweinglas ist besser als die flache Schale. In der Tulpe sammelt sich der Duft, und die Perlen steigen lange, ohne dass der Wein zu schnell warm wird. Gerade rote Frucht braucht Raum, um sich zu entfalten.
Gekühlt wird auf etwa 8 bis 10 Grad. Das hält die Kohlensäure gelöst und das Aroma frisch. Jahrgangschampagner dürfen etwas wärmer ins Glas, damit Gewürz und Reife hervortreten. Eine Stunde im Kühlschrank genügt, Eiswasser ist besser als das Gefrierfach.
Beim Öffnen hält man die Flasche schräg, den Daumen auf dem Korken, und dreht dabei die Flasche statt des Korkens. Er soll mit einem leisen Seufzen weichen, nicht mit einem Knall. So bleibt der Schaum in der Flasche und die Perlage im Glas.