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Region & Geschichte in der Region Côte des Blancs

Hang der Weißen

Region & Geschichte

Südlich von Épernay zieht sich ein Hang bis nach Vertus, an dem fast nur Chardonnay wächst. Das ist die Côte des Blancs, die Heimat des Blanc de Blancs, also des Champagners aus ausschließlich weißen Trauben. Rund 3.100 Hektar Reben liegen hier, und etwa 95 Prozent davon tragen Chardonnay.

Sechs Dörfer haben den Rang eines Grand Cru: Chouilly, Oiry, Cramant, Avize, Oger und Le Mesnil-sur-Oger. In der Champagne gilt dieser Rang für ganze Gemeinden, nicht für einzelne Lagen wie in Burgund. Zu den Premier-Cru-Dörfern der Côte zählen Vertus, Cuis und Grauves. Dahinter steht die frühere Preisskala „Échelle des crus“, die Ende der 2000er-Jahre aufgegeben wurde. Die Rangbezeichnungen blieben.

Mitten in Le Mesnil-sur-Oger liegt eine Parzelle, die eine Mauer von 1698 umgibt, der Clos du Mesnil. Sie misst 1,84 Hektar und trägt nur Chardonnay. Das Haus Krug, 1843 von Johann-Joseph Krug aus Mainz in Reims gegründet, kaufte sie 1971. Die Lese von 1979 fiel nach Angaben des Hauses so gut aus, dass die Brüder Rémi und Henri Krug erstmals einen Champagner allein aus diesem Clos füllten. Vorgestellt wurde er 1986.

Ebenfalls in Le Mesnil-sur-Oger sitzt Salon. Eugène-Aimé Salon machte nach Angaben des Hauses ab dem Jahrgang 1905 einen Champagner nur aus Chardonnay, als Gründung nennt das Haus 1911. Heute gehört die Marke zur Laurent-Perrier-Gruppe.

Neben den großen Namen steht eine Bewegung kleiner Winzer, die ihre Trauben nicht an Häuser verkaufen, sondern selbst Champagner machen. Auf dem Etikett erkennt man sie am Kürzel RM, récoltant-manipulant. Anselme Selosse übernahm 1980 in Avize den Betrieb seines Vaters Jacques und gilt als einer der Ersten, die in der Champagne Methoden des weißen Burgunders nutzten. Das Comité Champagne zählte 2023 für das ganze Gebiet 16.200 Winzer, 370 Häuser und 130 Genossenschaften.

Dazu im Lexikon

Was Champagner von anderem Schaumwein unterscheidetDie Chardonnay-Traube im Porträt
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