
Flammkuchen und Kougelhopf
Essen & Anlass
Was passt zu Crémant d’Alsace? Im Elsass vor allem Flammkuchen. Der Teig wird hauchdünn ausgerollt, mit Crème fraîche oder Fromage blanc bestrichen, mit Zwiebeln und Speckwürfeln belegt und im heißen Ofen in Minuten gebacken, bis die Ränder knusprig sind. Das Original heißt im Elsass Flammekueche, auf Französisch Tarte flambée. Der Überlieferung nach prüfte man mit dem dünnen Teig, ob der Holzofen schon heiß genug zum Brotbacken war.
Der Crémant antwortet auf alles, was dieses Gericht ausmacht. Die Säure schneidet durch Fett und Rahm, die Perlen reinigen den Gaumen von Speck und Zwiebel, und die milde Frucht der Pinot-Sorten hält dagegen, ohne zu stören. Ein weißer Brut ist die klassische Wahl.
Ein Flammkuchen mit Munster-Käse oder mit Äpfeln und Zimt gelingt ebenso gut. Pikant verträgt sich mit Brut, süß mit Demi-sec. Wer ihn mit einer Flasche teilt, bleibt am besten beim Brut vom Anfang bis zum Schluss.
Kougelhopf, der elsässische Gugelhupf, ist ein Hefegebäck in der gewellten Keramikform, mit Rosinen, Mandeln und oft einem Hauch Kirsch. In der Region gibt es auch eine herzhafte Version mit Speck und Nüssen. Die süße Fassung trinkt man mit einem Crémant Demi-sec oder einem Rosé, die herzhafte mit Brut.
Typische Anlässe sind der Sonntagsbrunch und der Apéritif, der im Elsass seinen festen Platz hat, ebenso Familienfeste, Taufen und Silvester. Ein Crémant ist dort die Antwort auf den Wunsch, mit Schaumwein zu feiern, ohne dass es ein Champagner sein muss, und er begleitet auch den Alltag.