
Apfel, Kirsche, Brioche
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Wie schmeckt Crémant d’Alsace? Meist frisch und rund zugleich. Ein weißer Brut aus Pinot blanc und Auxerrois duftet nach grünem Apfel, etwas Birne und Zitrusschale, dazu kommt vom Hefelager ein Hauch Brioche. Die Säure ist spürbar, aber mild, und die Perlen sind fein und eher weich als scharf.
Ein Beispiel ist der Crémant d’Alsace Brut der Genossenschaft Wolfberger, gefüllt in Eguisheim. Er zeigt die klassische Mischung des Elsass: viel Frucht, wenig Härte, ein Schaum, der sich leicht trinkt. Mit Riesling in der Cuvée wird er schlanker und zitroniger, mit mehr Pinot gris breiter und würziger.
Der Crémant Rosé von Dopff au Moulin in Riquewihr besteht nach Angaben des Hauses ganz aus Pinot noir. Im Glas zeigt er ein helles Lachsrosa, im Duft Kirsche und Erdbeere, am Gaumen einen weichen, fruchtigen Körper. Rosé schmeckt hier nie süß, sondern nach reifen Beeren mit trockenem Ende.
Serviert wird er gut gekühlt, bei etwa 6 bis 8 Grad. Zu kalt unterdrückt die Aromen, zu warm macht ihn fade. Am besten schmeckt er aus einem Tulpenglas, in dem sich Duft und Perlen sammeln. Die flache Schale lässt beides schnell entweichen.
Beim Öffnen die Flasche schräg halten, den Korken mit einer Hand festhalten und nicht den Korken, sondern die Flasche drehen. So entweicht das Gas mit einem leisen Seufzer und nicht mit einem Knall. Wer dann einschenkt, füllt das Glas nur zu zwei Dritteln und wartet, bis sich der Schaum setzt.