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Hefelager & Dosage in der Region Montagne de Reims

Geduld im Kreidekeller

Hefelager & Dosage

Danach heißt es warten. Ein Champagner ohne Jahrgang muss nach dem Tirage mindestens 15 Monate reifen, davon mindestens 12 auf der Hefe. Ein Jahrgangschampagner braucht 36 Monate. Viele Häuser lagern ihre Flaschen freiwillig länger.

Auf der Hefe geschieht Autolyse. Die abgestorbenen Hefezellen lösen sich langsam auf und geben dem Wein Brioche, geröstete Nüsse und eine cremigere Textur.

Dann beginnt das Rütteln. Auf Rüttelpulten, in denen die Flaschen schräg stehen, werden sie regelmäßig gedreht und steiler gestellt, bis die Hefe im Hals liegt. Danach folgt das Degorgieren: Der Kronkorken geht auf, der Druck schiebt das Hefedepot heraus, und der Wein wird mit seiner Dosage aufgefüllt und neu verkorkt.

Die Dosage, der Zusatz von Zucker in Wein, legt die Süßestufe fest. Brut hat unter 12 Gramm Zucker je Liter, Extra Brut zwischen 0 und 6 Gramm, Brut Nature unter 3 Gramm und ohne Zuckerzusatz nach der zweiten Gärung. Sogar süßer als Brut ist Extra Dry mit 12 bis 17 Gramm.

Wie viel Süße ein Blanc de Noirs bekommt, entscheidet das Haus nach dem Wein. Ein straffer Wein von den Nordhängen kann mit wenig Dosage auskommen, Hugues Godmé aus Verzenay bietet seinen laut Händlerangaben sogar ganz ohne an. Ein runderer Wein aus Ambonnay oder Bouzy bekommt oft einen Hauch mehr. Nach dem Degorgieren ruht die Flasche bei manchen Häusern noch einige Zeit, damit sich Wein und Dosage verbinden.

Dazu im Lexikon

Was die Dosage beim Champagner bewirktBrut, Extra Brut und Extra Dry richtig verstehen
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Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft