
Reimser Spezialitäten
Essen & Anlass
Was isst man in Reims zum Champagner? Das bekannteste Gericht der Stadt ist der Jambon de Reims. Für ihn wird die Schweineschulter entbeint, gegart und in einer Terrinenform gepresst. Das Fleisch ist zart und nur leicht gesalzen.
Warum passt er? Salz und Fett vertragen sich mit Säure und Perlen: Der Champagner schneidet den Geschmack des Schinkens und macht ihn frischer, und ein Stück Brioche dazu greift die Backaromen aus dem Hefelager auf. Wer Schinken, Brot und Wein nacheinander probiert, schmeckt den Zusammenhang sofort.
Die Moutarde de Reims wird vom Haus Charbonneaux-Brabant hergestellt, und ein Löffel davon bringt Schärfe ins Spiel, die ein Brut mit knapper Dosage gut auffängt. Je schärfer das Gericht, desto weniger Süße sollte der Wein mitbringen.
Süßes gehört in Reims ebenso zur Tradition. Das Pain d’épices de Reims verdankt seine Eigenart dem Roggenmehl und dem Honig, und die Macarons de Reims sind ein Gebäck der Stadt. Zu süßen Speisen lohnt sich ein Champagner mit mehr Dosage, etwa Demi-sec, sonst wirkt der Wein neben dem Gebäck dünn.
Reims war Krönungsstadt: Bis 1825 wurden in der Kathedrale Notre-Dame französische Könige gekrönt, zuletzt Karl X. am 29. Mai 1825. Bis heute verbindet man mit der Stadt feierliche Anlässe, vom Empfang bis zur Familienfeier, bei denen der Korken zum kleinen Ereignis wird und der erste Schluck am Tisch den Auftakt zum Essen macht.