
Süß zum Schluss
Essen & Anlass
Süß und kühl, mit wenig Alkohol: Asti gehört im Piemont an den Tisch, wenn das Essen zu Ende geht. Zu Amaretti di Mombaruzzo, den kleinen Mandelkeksen aus der Provinz Asti, passt er, weil seine Süße die Bittermandelnote abfängt. Bunet, der Pudding aus Ei, Kakao und Amaretti, verträgt sich mit Moscato d’Asti, solange er nicht zu bitter gerät.
Frisches Obst ist der einfachste Partner. Pfirsiche, Erdbeeren oder eine Obsttorte brauchen keinen Kontrast, denn die Traubennote des Weins ergänzt das Obst. Wichtig ist nur, dass das Gericht nicht süßer ist als der Wein, sonst wirkt er flach.
Wer es herzhafter mag, greift im Piemont zu Robiola di Roccaverano, dem Ziegenkäse aus den Hügeln südlich von Asti. Die Frische des Käses und die Süße des Moscato gleichen sich aus, so wie Honig zu Käse passt. Auch Blauschimmelkäse wie der Gorgonzola aus dem östlichen Piemont verträgt sich mit der Süße.
Den trockeneren Asti Secco kann man zu salzigen Vorspeisen stellen, etwa zu Vitello tonnato, dünn geschnittenem kaltem Kalbfleisch mit Thunfischsauce, einem Klassiker der Region.
Gefeiert wird mit Asti zu Weihnachten und Silvester, oft zu Panettone. Im Piemont gehört er außerdem zum Settembre Astigiano, dem Festmonat rund um die Stadt Asti. Dort findet der Palio statt, ein historisches Pferderennen, und der Weinwettbewerb Douja d’Or lockt Winzer und Besucher an. Ein leichter Wein für Sonntagsessen und Familienfeste ist er schon lange.