
Traube im Glas
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Im Glas ist Asti hell, strohgelb, mit einem Schaum, der schnell zusammenfällt. Die Nase erinnert an reife Trauben, Pfirsich, Holunderblüte und Orangenschale, und am Gaumen ist er süß, saftig und leicht, mit wenig Säure und wenig Alkohol.
Moscato d’Asti wirkt noch sanfter. Er perlt nur leicht, der Schaum ist weich, der Alkohol liegt um 5,5 Prozent, und die Süße trägt ein Aroma, das an frisch gepflückte Traube erinnert. Asti mit seinem höheren Druck schäumt kräftiger und fühlt sich im Mund lebhafter an.
Als Beispiele dienen Asti von Häusern in Canelli wie Gancia, Bosca und Contratto sowie Moscato d’Asti von kleinen Winzern wie Paolo Saracco aus Castiglione Tinella. Sie zeigen die Spannbreite von der gleichmäßigen Hausmarke bis zum Wein einer einzelnen Familie.
Die flache Schale kennst du aus alten Filmen, für Asti ist sie ungeeignet, weil Duft und Schaum rasch verfliegen. Eine Flöte hält die Perlen länger, bündelt den Duft aber weniger gut als ein Tulpenglas. Ein Tulpenglas oder ein weißes Weinglas mit mittlerer Öffnung hält die Aromen beisammen, und der Moscato-Duft zeigt sich darin viel deutlicher.
Gut gekühlt schmeckt er am besten, bei etwa 6 bis 8 Grad, denn wärmer wirkt die Süße klebrig. Beim Öffnen hältst du den Korken fest und drehst die Flasche, nicht den Korken, bis ein leises Zischen zu hören ist. Der Verschluss zeigt dabei von dir und anderen weg, denn bei Asti steht er unter mehr als drei bar Druck. Eine geöffnete Flasche gehört zurück in den Kühlschrank.