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Hefelager & Dosage in der Region Conegliano & Valdobbiadene

Hefe, Zucker, Zeit

Hefelager & Dosage

Rütteln, also das tägliche Drehen der Flaschen, und Degorgieren, das Herausholen der Hefe, kennt der Tankwein nicht. Die Hefe bleibt bis zum Ende im Tank und wird dann herausfiltriert, bevor der Wein klar in die Flasche kommt. Der Wein reift nur wenige Wochen bis Monate auf der feinen Hefe, denn sein Reiz liegt in der Frucht, nicht im Brot.

Das Recht verlangt für diesen Tankschaumwein keine Jahre im Keller. Auch die Hefe schenkt dem Wein in dieser kurzen Zeit nur wenig vom Gebäckduft, den die Hefeautolyse bringt, also der Zerfall der Hefezellen, die dabei Aminosäuren und Aromen abgeben. Bei der Flaschengärung zeigt sich das in Brioche und Brotkruste, hier bleibt es ein Hauch.

Anders ist es beim Sui Lieviti. Die Hefe bleibt in der Flasche, setzt sich als feiner Bodensatz ab und trübt den Wein, wenn man ihn bewegt. Wer die Flasche öffnet, sollte sie vorher einige Zeit ruhig aufrecht stehen lassen und dann entscheiden, ob er den Satz im Glas haben will.

Danach folgt die Süße, die Dosage: Vor dem Abfüllen stellt das Haus ein, wie viel Restzucker der Wein behalten soll. Die erlaubten Stufen reichen von Brut Nature bis Demi-Sec. Brut hat weniger als 12 Gramm Zucker je Liter, Extra Dry 12 bis 17, Dry 17 bis 32. Extra Dry ist damit nicht trockener als Brut, sondern süßer.

Beim Cartizze findet man häufig die Stufe Dry, also 17 bis 32 Gramm Zucker je Liter. Die Süße stützt die Frucht und mildert die Säure. Die Süßestufe steht als Wort auf dem Etikett, etwa Brut oder Extra Dry. Eine Rive darf erst ab dem 1. März des Jahres nach der Lese in den Verkauf.

Dazu im Lexikon

Dosage erklärt: wie viel Zucker steckt im Schaumwein?Brut oder Extra Dry: welche Stufe ist trockener?
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Bilder mit KI erstellt · Texte KI-gestützt, redaktionell geprüft