
Vier Sorten
Rebsorten
Welche Rebsorten stecken im Trentodoc? Das Regelwerk erlaubt vier: Chardonnay, Pinot nero, Pinot Meunier und Pinot bianco. Drei davon kennt man aus dem Champagner-Cuvée, der Weißburgunder ist die vierte Sorte im Bunde.
Chardonnay bringt in den Höhenlagen rund um Trient Zitrus, grünen Apfel und eine klare Säure, die dem Schaumwein Struktur gibt. Die Traube reift früh genug, um auch in kühlen Bergjahren sicher in den Keller zu kommen, und sie verträgt lange Hefelager gut. Reinsortig ausgebaut heißt der Wein Blanc de Blancs, ein Schaumwein allein aus weißen Trauben.
Pinot nero, der Spätburgunder, liefert Fülle, rote Früchte und Körper. Er ist anspruchsvoller, denn die dünne Schale reagiert empfindlich auf Nässe und Fäulnis, und er braucht eher die kühlere, luftige Hanglage. Wird er rasch und schonend gepresst, bleibt der Saft hell, und aus roten Trauben entsteht weißer Schaumwein. Für Rosé bleibt der Saft länger auf den Schalen.
Pinot Meunier, in Deutschland als Schwarzriesling bekannt, treibt spät aus und entgeht so manchem Frühjahrsfrost, was in den Bergen zählt. Im Glas bringt sie Frucht und Rundung und verbindet Chardonnay und Pinot nero.
Pinot bianco steuert eine milde, cremige Frucht bei und rundet die Säure ab. Für sich allein kennen viele Weißburgunder nur als Stillwein, im Schaumwein kann er die Mischung weicher und breiter machen. Wie viel von welcher Sorte in der Flasche steckt, entscheidet jedes Haus über seine Cuvée.
Warum gerade diese vier? Sie behalten bei früher Lese ihre Säure, und ihr Aroma ist zart genug, dass es neben den Tönen der langen Hefereife nicht aufdringlich wirkt. Das Ergebnis ist ein feingliedriger Stil mit Zitrus, Apfel und Brioche, der in den Höhenlagen besonders klar ausfällt.